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#166: Von Bauhaus bis Brautmode: Das Geheimnis der Plauener Spitze (Gast: Andreas Reinhardt)

Shownotes

Plauener Spitze hat die kleine Stadt im Vogtland in aller Welt bekannt gemacht und war der Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Berühmtheit erlangte die Spitze um 1900, als sie unter dem Begriff Dentelle de Saxe oder Plauen Lace international vermarktet wurde.

Die Bezeichnung Plauener Spitze setzt sich in den 1930er Jahren durch und galt stets auch als Qualitätssiegel. Es gab seit jeher, unzählige kleine Firmen, die im Haupt- und Nebenerwerb von der maschinellen Spitze und verschiedenen Handarbeitstechniken lebten. Die Fertigung von Stickerei, insbesondere von gestickter Spitze, war dabei von Anfang an über die ganze Stadt Plauen und das Vogtland verteilt.

Heute produzieren noch eine knappe Handvoll Firmen das begehrte Textil. Eine dieser Firmen ist die Modespitze Plauen. Die Stickereimanufaktur in vierter Generation blickt auf knapp 130 Jahre Stickereitradition zurück.

➡️ Onlineshop der Plauener Spitze: www.modespitze.de

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Transkript anzeigen

00:00:07: Beim Nähen laufen alle Felden zusammen und genauso ist es mit diesem Podcast.

00:00:12: Herzlich willkommen zu näher dran, dem so simple Näh-Podcast!

00:00:17: Bei uns erfährst du alles über die besten Maschinen Materialien Selbstgenähte Mode Techniken Methoden Und Über Menschen Die ihre Zeit dem Thema Nähen In all seinen Facetten widmen.

00:00:30: Ich bin Sabine und auf meinem Blog So Simpel dreht sich natürlich Alles ums Nähen.

00:00:35: Schnittmuster, Anleitungen, Nähvideos, Tipps und Inspirationen gehören für mich genauso dazu wie die Nähbücher, die ich schreibe.

00:00:43: Denn... denn Nähen verbindet nicht nur!

00:00:46: Es löst auch Probleme.

00:00:47: Ganz egal ob es ums Aufhübschen oder Reparieren geht, den Wunsch nach selbstgenähter Kleidung, die Wahl des richtigen Nähfüßchens, die Geschichte hinter einer speziellen Nähtechnik oder darum der Fast Fashion-Industrie beibei zu sagen Mit meinen Gästen spreche ich hier über Herausforderungen und wie man sie meistert.

00:01:08: Wir versorgen dich mit Infos und Text, die dein persönliches Näheleben reicher machen und dich auf neue Ideen bringen!

00:01:16: Also leg die Füße hoch, mach's dir gemütlich... ...und lass' dich von uns in die wunderbare Welt des Nähens entführen.

00:01:24: Wir wünschen dir viel Spaß!

00:01:32: Hallo und herzlich willkommen zu näher dran dem so simplen Näh-Podgecast.

00:01:37: Heute zu einem peinzisilierten Thema, nämlich zur Spitze.

00:01:44: Mein Gast heute ist Andreas Reinhardt von Modespitze-Plauen.

00:01:48: Herzlich willkommen lieber Andreas!

00:01:51: Hallo herzlich willkommen.

00:01:52: auch liebe Sabine.

00:01:53: danke für die Einladung und ich bin schon ganz gespannt über was wir heute sprechen.

00:01:58: Ja, das ist ein großes Geheimnis, worüber wir heute sprechen.

00:02:00: Also erzähl doch mal ganz kurz warum es so eine saugute Idee ist mit dir über Spitze zu sprechen?

00:02:09: Wir haben hier eine durchaus lange Tradition bei der Fertigung von Spitzen und man sagt, dass wäre das deutsche Zentrum für die Fertigungen von Spitze seit über hundert Jahren vielleicht hundertfünfzig Jahren und wir sitzen da mitten drin bis heute.

00:02:27: Das ist also okay.

00:02:29: Wir packen jetzt heute unsere Köpferchen mal und für die, die noch nicht aktuell sowieso schon in Sachsen sind oder im Plauen oder beides.

00:02:38: Es ist eine Bedingt ja das andere irgendwie.

00:02:42: Und wir reisen in den Osten der Republik.

00:02:45: Das haben wir ja im letzten Jahr eigentlich schon häufiger gemacht als wir geguckt haben was es eigentlich in Sachsons los denn Ihr seid schon so ein Zentrum der Textilmanufakturen.

00:03:03: Ja, da gibt es durchaus noch eine hohe Dichte an kleinen Firmen.

00:03:08: das sind sozusagen wenn man so will die Überbleibsel der Traditionen der großen Textilindustrie also einer sehr ausdifferenzierten Fertigung.

00:03:19: Und das nahmen alles in der Industrialisierung seinen Anfang, seinen Lauf.

00:03:23: Da stand Sachsen mit weit vorn bei der Technisierung und Industrialisierung.

00:03:28: Das ist ja über die Textilindustrie überhaupt erst in Gang gekommen.

00:03:35: Es ist aber nicht so, dass es eben nur wie jetzt in eurem Fall die Manufakturen sind, die da dranhängen sondern auch die Gewerke rundherum also Leute, die Maschinen bauen Materialien liefern und sowas.

00:03:51: Ja, historisch gesehen richtig.

00:03:53: Und man spricht ja auch von der Industriekultur, sächsische Industrie-Kultur bedingt sozusagen alles im Umfeld von Textilien und daraus eben auch den Maschinenbau also zunächst der Textilmaschinenbauer dann jeder andere.

00:04:05: das sind aber im Grunde ja auch so ein Stück weit vergangene Zeiten.

00:04:11: Wir haben jetzt hier sozusagen noch immer eine hohe Dichte an kleineren Textilfirmen, die eben spezialisiert in bestimmten Bereichen immer nach arbeiten.

00:04:21: Aber die eigentliche Industrieproduktion oder Massenproduktion, wie man das bei Textilen über lange Zeiten kannte – das ist so ja länger schon passiert!

00:04:32: Ja aber wir wollen ja auch nicht Masse.

00:04:35: Wir wollen ja Klasse und deswegen bist du heute hier.

00:04:39: Jetzt hast Du eben gesagt Das hat eine lange Tradition.

00:04:44: Ist das denn auch so, dass Modespitze blauen?

00:04:47: Also eure Manufaktur eine lange tradition hat?

00:04:53: Die hatten relativ lange Traditions über hundert Jahre aber sie hatte keine einheitliche Formierung besessen.

00:05:00: also es gab hier immer über die Zeiten hinweg auch immer Zäsuren über Weltkriege und der gleichen Phasen von Vergenossenschaftlichung, Verstaatlichungen wie der Reprivatisierung.

00:05:12: Also hier gibt es eine auf eine gewisse Diskontinuität beim Firmennamen oder beim Inhaber wenn man so will.

00:05:20: aber familiär ist das bei uns jetzt die vierte Generation die durchgängig in diesen auch am selben Standort arbeitet.

00:05:27: Aber sie hatte eben immer mal andere Namen andere Zuordnungen Und davon gab es nicht nur uns, sondern viele Firmen.

00:05:36: Heute sind sehr wenige übrig geblieben aber die spezialisieren sich dann eben auch wieder im Bereich hier in den Bereich der Spitze.

00:05:44: Das heißt, ihr habt immer so lange es euch gibt, immer Spitzen gemacht?

00:05:52: Ja genau und eine Unterbrechung seit eighteen siebenundneinzig ungefähr.

00:05:57: das ist Urgroßvaterlevel.

00:06:00: Und es gab dann eben verschiedene Arbeitsweisen, ein kleines Verlagswesen.

00:06:05: Dann mit Lohnstückmaschinen bei dritten oder nur eigene und dann gibt es die Phasen der Vergnossenschaftung sozusagen um man also mehrere kleinere Firmen zusammengelegt hat.

00:06:18: Und schlussendlich hat man das versucht zwischen nineteenhundert neunzig und vierneut wieder zu reprivatisieren und danach wieder neu investiert Ende der neunziger Jahre und auch wieder einen neuen Standort in die neue Maschine investiert.

00:06:34: Jetzt ist es ja so, wir haben alle eine ungefähre Vorstellung davon wie man Stoffe macht auch wenn man sich da täuscht also wenn man dann tatsächlich mehr vor Ort ist dann sieht das schon irgendwie anders aus wie Stoffes zum Beispiel Jerseys hergestellt werden mit diesen wahnsinnigen Strickmaschinen und so.

00:06:54: Wie sieht das denn bei euch aus?

00:06:55: Also, wenn ich mal... wir stellen uns mal vor.

00:06:58: Ich würde mal nach Blauen reisen was ja durchaus irgendwann mal der Fall sein könnte.

00:07:03: Ich werde dann beim Team mitnehmen weil die auch gespannt werden und dann würden wir euch... wo würden wir Euch denn da in Blauen finden?

00:07:12: Wir haben einmal einen kleinen Standort im Gewerbe, in einem Gewerbegebiet in Blaun.

00:07:18: dort stehen Stickmaschinen Und das hat auch Gründe mit der Geräuschentwicklung.

00:07:23: Also früher standen die eben einfach an der Innenstadt im Hinterhaus, es ist also heutzutage nicht mehr adäquat und zugleich haben aber noch unsere Nähkonfektion eine Teil der Handsteckerei.

00:07:34: Der ist noch in dem alten Verlagsgebäude in der Innen Stadt und da arbeiten wir auf drei Etagen.

00:07:40: Das sind aber auch Versand, Lager, Entwicklung und Kunden-Service.

00:07:47: Wir haben nur Produkte, fertigen und keine zugekauften oder gehandelten Qualitäten.

00:07:54: Und dafür braucht es dann eben auch noch relativ viele weitere Arbeitsschritte nach dem Sticken.

00:08:01: Das heißt, ihr habt einen lauten Standort?

00:08:04: Der ist ein bisschen weiter draußen und ein Leisen!

00:08:06: Der ist mittendrin... Jetzt hast du gesagt, Stickmaschinen wird denn Spitze gestickt?

00:08:19: Nicht Ganz zwingend.

00:08:21: Spitze ist noch nicht technologisch definiert als Wort, da hat ja jeder was anderes im Kopf.

00:08:28: sozusagen also der kleinste gemeinsame Nenner ist dass das eine Fläche ist die Löcher hatte oder so Sprechungen hat und das sagt noch nicht allein darüber aus wie man die Spitze fertigen kann.

00:08:42: Also man kann Spitze als Endlosfahre fertigen sowie wird es bei Jerseys oder Geweben kennen Oder man kann sie wie so ein drei D Druck fertigen.

00:08:52: Das heißt dann wird es nicht endlos auf Rolle produziert, sondern immer in einem Stickrahmen, dann Etage für Etage, Lage für Lagegummen und das Produkt bekommt dann auf diese Art und Weise eine dreidimensionale Oberfläche Und das ist die gestickte Spitze.

00:09:13: Ja, das macht ihr.

00:09:15: Wir müssen uns das jetzt irgendwie mal vorstellen können.

00:09:18: Hast du was mitgebracht für uns?

00:09:22: Ja, ich muss dir mal zur Seite greifen.

00:09:25: Da sieht man also Beispiele von Baumwollspitzen und wenn man die so ein bisschen zur Seite hält oder ins Licht hält dann sieht man dass die Oberfläche eben dreidimensional ist.

00:09:35: Das sind ja zu einer bis drei Millimeter Höhenunterschiede und das dient auch nochmal der Ausprägung ... das Designs.

00:09:45: Das ist himmlisch!

00:09:47: Wer braucht sowas?

00:09:49: Also ich habe so was gebraucht, ich zeige das gleich noch mal... Aber wer... Wofür...?

00:09:56: Wer braucht so etwas?

00:09:58: Solche Spitzen?

00:09:59: Ja, das ist wie bei allen Luxusprodukten immer die große Frage.

00:10:03: Braucht man das oder ist es einfach nur ein Distinktionsmerkmal mit dem man sich gegenüber anderen Produkten dieser Klasse vergleicht oder abheben möchte.

00:10:18: Das würde ich jetzt für mein Mercedes SL, den ich nicht habe sagen aber bei euch sind das Leute die Trachten machen?

00:10:28: Die Einsatzgebiete sind sehr unterschiedlich, aber das ist ein gutes Stichwort.

00:10:33: Trachtenhistorische Bekleidung spielt eine gewisse Rolle.

00:10:36: da wird in dem Stil der Region dann spitze gefertigt.

00:10:41: Das sind es zum Teil aber nicht nur gestickte Spitzen, sondern auch Stickereien auf transparenten Untergründen wie Baumwolltülle.

00:10:51: Feiner alter Bobinett-Tülle so wie man eben vor hundert Jahren gefertigt hat auf ebenso alten Maschinen.

00:10:58: da kaufen wir den Tüll zu und der wird dann bestickt.

00:11:01: Dann hat man auch eine halbtransparente Stickerei ob nun als Streifen oder als Fläche Und das kommt bei Drachten zum Einsatz, aber auch die gestickte Spitze.

00:11:12: Die dann keinen stofflichen Grund mehr hat.

00:11:15: Also wo man nicht mehr den Träger sieht ist es nicht so ein Organisarbe, wenn man durchschauen kann sondern es sind also die reinen Beben mit denen man gestickt hat übrig und davon aber ganz viele auf engen Raum und eben auch übereinander.

00:11:31: Ich zeig mal, was ich bei euch im Shop gefunden habe.

00:11:39: Ein ganz zartes Gebilde das aber für sich auch stehen kann.

00:11:45: Genau die Stabilität ist das Besondere daran dass man die Garnlagen übereinander so präzise platziert Und auch so dicht macht, dass die Fäden dann nicht aufgehen.

00:11:58: Also nicht wie beim angeschnittenen Gewebe hat man diese Kett- oder Schussfäden, die so aufdröseln und laufmaschen.

00:12:04: Das kennt das Produkt nicht!

00:12:05: Wenn es gut gemacht ist... ...ist in sich absolut stabil.

00:12:09: Man kann das waschen, es geht nicht auf und trotzdem aber trapierbar wird das andere Textil auch.

00:12:17: Es hat eine höhere Stabilität.

00:12:20: also man mag es ja manchmal nicht glauben viele sind da auch immer erstaunt.

00:12:24: Die gestickte Spitze ist mit Abstand das stabilste Textil, was man fertigen kann.

00:12:30: Da kommt kein Gewebe, keine Gewürke, keinen Fließ ran.

00:12:35: Das hängt damit zusammen, dass wenn man einen Stich macht und den mache ich in der Nähe noch mal Null, ein Millimeter also ganz knapp daneben dann habe ich viele Stiche am selben Bereich sind wie Doppelknoten.

00:12:50: Mit denen kann ich die Verbindungen von Stichen zu Stichen immer wieder fixieren mittels desselben Stickfadens.

00:12:57: Also ich stabilisiere das Gebilde und damit werden die einzelnen Fäden geschützt, und es entsteht im Grunde eine sehr langlebige hochwertige

00:13:09: Qualität.".

00:13:11: Das heißt ihr macht... ihr versucht eigentlich Sachen zu machen, die unmöglich sind?

00:13:16: Erst mal macht ihr stickt ihr feinste Muster auf den Stoff der praktisch oder auf eine Unterlage, die praktisch dann verschwinden soll.

00:13:28: Es soll sehr stabil sein.

00:13:32: Es sollte ein bisschen transparent sein aber trotzdem sichtbar und es soll sich biegen mit der Unterlage.

00:13:41: also wenn ich dem Schmetterling jetzt auf einen Rock steppe oder nähe Dann soll sich das noch mit bewegen und nicht den Rock an der Stelle steif machen.

00:13:50: Das ist ja Das ist ja wirklich eine hohe Kunst, was ihr da macht.

00:13:57: Es ist eine gewisse Spezialität also es ist recht aufwendig weil man dafür ja relativ lang braucht.

00:14:04: Ist vielleicht ein bisschen despektierlich aber gegenüber der gestickten Spitze.

00:14:09: aber im Grunde ist es so aufwändig wie einen drei-D Druck.

00:14:13: Da drücke ich am Grund auch nichts, das Begriff ist vielleicht ein bissel doof.

00:14:17: Bei einem drei D Druck handelt sich über ein dreidimensionales Ablegen von Also nicht Fasern, sondern eben von Kunststoff typischerweise.

00:14:26: Und hier nehme ich statt einen dicken Kunststoffschreifen einfach ein ganz dünnes Garnen.

00:14:31: das kann deutlich dünner als Näzwirren sein und damit bekomme ich eine unheimlich hohe Auflösung hin.

00:14:38: also im Textilbereich schöne Strukturen zu bilden hängt auch immer davon ab.

00:14:43: dass man dünnes Material nimmt und nicht dick ist Ist ja irgendwie logisch, aber auch das gilt für diese Konstruktion genauso.

00:14:50: Je dünner es ist, desto länger brauche ich natürlich.

00:14:53: Aber desto feiner kann ich die Struktur konturieren und auch das Dreidimensionale herausarbeiten.

00:15:01: Und das ist im Grunde so ein bisschen die Kunst.

00:15:03: Das ist kein Riesenmarkt, aber die Anwendungen dafür sind durchaus sehr unterschiedlich.

00:15:09: also es wird bei Nachtwäsche eingesetzt.

00:15:12: Es sind auch welche oftmals als kleine Motive aufträgern oder auf der Unterwäsche aufgesetzt.

00:15:17: Also das ist ein Beispiel, wir verwenden es im Bereich Heimtextilien, Tischwäschel, Gardinen.

00:15:25: sehr langlebische Scheibengardin werden damit unter anderem gemacht.

00:15:28: Tischläufer und Konstruierte puzzleartig auch nach so einer sehr alten Kunst- oder Technik die in der Region mal vor hundertdreißig Jahren entwickelt wurde in Handstickerei verschiedene Teile dann nochmal zu einer neuen Form zusammenzusetzen.

00:15:47: Das hat den Hintergrund, man kann es nicht im Ganzen so groß machen weil es sich verziehen würde und gleichzeitig auch... Man kann ja nur mit einer Nadel arbeiten.

00:15:58: Es wird also noch mal viel länger da und dann kann die Handstickerei dort etwas bewirken dass man große asymmetrische Formen Also wo sich nicht das Vision-Kestchen wiederkehrt in Breite und Dänge, sondern wenn man das variiert.

00:16:15: Dort kann man dann mit Handsteckerei des Zusammensetzen nimmt dasselbe Material nochmal und es wird von Hand geführt aber technisch genauso eingesetzt.

00:16:25: und da entstehen auch wieder Dinge die besonders sind in der Form als dass es an keinem anderen Ort bisher kopiert wurde.

00:16:35: Das war so geheimnisvoll.

00:16:37: Was ist das zum Beispiel, was ihr da herstellt?

00:16:41: Große asymmetrische Motive, Tischwäsche-Partien.

00:16:45: Wir bauen Randbereiche um Tischwächer mit Handstickerei zusammen, weil man die nicht in der Gesamtsform sticken kann und zum anderen das Nähen, wie man es kennt, einen Rand säumt dafür nicht ausreichend wäre.

00:17:07: Wir setzen ja sozusagen Elemente ein, die aus ganz vielen Stichen bestehen und verriegeln das ganz stark.

00:17:14: also es ist wie in Zickzackstich mit ganz wenig Vortrieb zwei Millimeter, eins bis zwei Millimetern Breite und den vier fünf Lagen übereinander.

00:17:24: Das ist das was wir dann als handgeführte Stickerei bezeichnen Und mit denen können wir die gestickte Spitze verbinden und machen dann eben Wunschgrößen beispielsweise.

00:17:34: Also das ist was, wo man auch wirklich Menschen braucht die es machen und die können.

00:17:40: Und was man nicht durch Maschinen machen kann.

00:17:43: Genau, im Grunde kommt das eine zum anderen.

00:17:46: also wir kombinieren das noch hau der gestickten Spitze mit dem der Handstickerei und zum Teil wird's dann auch in der Nähkonfektion nochmal bearbeitet und da hat man eben mehrere Wertschöpfungsschritte wenn man so will und dahin stehen sehr individuelle Produkte, die ihresgleichen suchen meine ich.

00:18:09: Da bin ich überzeugt von... Also ich verstehe es richtig ihr macht die Spitze selbst und ihr nehmt dann die Spitzen wieder und verarbeitet sie zu fertigen Endprodukt für Kunden, die das in Auftrag geben oder auch für euren eigenen Shop denn ihr habt auch einen eigenen Shop wo ich als Endverbraucher Einkaufen kann.

00:18:35: Genau, das bieten wir sozusagen die Varianten an wie man aus diesen Stickereibaukasten sozusagen hier fertigen kann und dadurch entstehen eben unheimlich viele Optionen bei Variantengrößen oder Stofflichkeiten oder Formen und die kann sich der Kunde im Shop ansehen aber auch gerne nachfragen ob er eine eigene weitere Größe bekommt.

00:19:01: Denn das, was wir in unserem Shop anbieten wird nicht alles fertig aufs Lager produziert sondern die Steckerei ist vorproduziert und die Individualisierung einer Größe erfolgt immer erst nach Bestellung.

00:19:15: Das dauert ein bis zwei Werktage dann können wir es liefern.

00:19:18: Und so muss man sich auch die Funktion unseres Geschäfts mit Privatkunden vorstellen und der Online-Shop deckt da weite Bereiche mit ab.

00:19:31: Das heißt nun mal so durchgespielt, wenn mein Mann mir jetzt endlich nach dem Hochzeitsantrag machen würde und ich wollte den Heiratsantrag machte.

00:19:42: Und ich wollte ein Mieder für meinen Hochzeitkleid nur aus Schmetterlingen haben.

00:19:48: Dann würde ich... Nur mal so gedacht!

00:19:52: Ich weiß nicht, dass das Mieder nicht bestellen können aber die Den Stoff oder den Schmetterlinge?

00:20:02: Oder was jetzt?

00:20:04: Ja, also die müssen noch ein bisschen unterscheiden.

00:20:06: Das sind verschiedene Kategorien bei uns diese Motive und die Metawahre oder All-over.

00:20:11: Also Porten das sind Dinge, die bieten wir als Metawahrer an.

00:20:16: da kann man Nullkommar einen Meter, Nullkammer fünf zwei Meter wie viel auch immer bestellen Und das ist sozusagen für die Für die eigenen Nähprojekte wenn man so will.

00:20:27: jeden überlassen, wie er das verarbeitet.

00:20:29: Die Feinheiten und die Materialqualitäten selber bestimmen dann vielleicht noch ein Stück weit mit über den Verwendungszweck.

00:20:35: aber Das ist sozusagen des Kunden eigene Entscheidung.

00:20:39: Und dort wo wir in die Individualisierung gehen da sind ja meistens im Bereich der Tischwäsche oder Der Gardinen wird nach Maß genäht Oder auch dass es so kombiniert Dass es zu eigenen Formen und Größen kommen kann.

00:20:52: und Im Bereich der modischen Assessoires ist es eine Zwischengröße.

00:20:57: da machen wir eben dann, Rostecker oder Armwender fertig genäht aus der eigenen Spitze.

00:21:04: Oder wenn jemand ein eigenes Solar will mit einer Wunschlänge kann er die auch noch anders bekommen.

00:21:09: also das wäre möglich.

00:21:11: aber das ist eine Reduz... Da ist ja der handwerkliche Aufwand überschaubar oder reduziert.

00:21:17: am größten ist er bei historischen ganz klassischen Wickeldecken hat man früher gesagt, also Baumwoll aus feiner Biobaumwolle produzierte klassische Spitzendecken.

00:21:30: Die bestehen aus diesem Aufwendigsten.

00:21:32: Also sie haben sehr viele Einzelteile bis zu über zweihundert.

00:21:36: und mit diesen ganzen Teilen die man da Maschinengestickt verwendet.

00:21:41: Da läuft die Maschine vielleicht zwei Wochen für eine Größe Und da entstehen vielleicht zehn Decken, für vierzehntecken Material und für jede einzelne Decke braucht man nochmal eine Woche Handstiegerei.

00:21:53: Also locker vierzehn Stunden!

00:21:55: Und dann entsteht etwas ein Produkt was eben bis heute in Asien in der Türkei nirgendwo kopiert wurde.

00:22:01: Es ist ein Niesenprodukt das aus dieser Region kommt und heute fast keiner mehr macht.

00:22:08: aber auch mit solchen Spezialitäten beschäftigen wir uns weiterhin weil es eben Besonderheiten im textilen Bereich sind, deren Unterscheidungsmerkmale durchaus bis heute vorhanden sind wenn man das mit anderen Spitzen oder Einrichtungsvarianten vergleicht.

00:22:30: Und das heißt man hat eine sehr sehr kostbare Bestecke zum Beispiel?

00:22:40: Man so nirgendwo anders bekommt.

00:22:43: Genau, also diese Machart.

00:22:45: Diese dreidimensionale Machart gibt es woanders nicht und in diesen Materialwache janden oder in diesen Musterungen auch nicht.

00:22:54: Und ja das ist... Wir haben da ganz... Das ist kein Massenmarkt muss man klar so sagen.

00:23:02: Also wenn's Massen merkt sind stürzt sich auch immer irgendein Riesel drauf.

00:23:08: typischerweise und dabei hier preislicht ich mich mehr zu den die das Preis wert herstellen können, beschränken wir uns auch Besonderheiten auf exklusive Varianten.

00:23:20: Und dazu gehören auch altere Blicken deren Muster über hundert Jahre alt sind.

00:23:25: Sind es dann Museen, die so was zum Beispiel in den Auftrag geben oder Schlösser?

00:23:31: Seltene Museen nicht!

00:23:32: Die verkaufen teilweise aber nur in kleineren Größen über ihre Textilmuseen teilweise in ihrem Shop.

00:23:42: Replicken gibt es natürlich auch für historische Einrichtungen.

00:23:48: Es wird eben auch manchmal in Gebäude nach den Standards saniert, das kann ein Museum sein, kann aber auch eine ganz andere Musik oder dergleichen sein.

00:23:58: und dann machen wir teilweise nicht bloß was für einen Tisch sondern auch die Bobinett-Gardien so wie sie vor hundertzwanzig Jahren waren.

00:24:07: Aber das sind auch wieder Randbereiche.

00:24:10: Größer ist tatsächlich noch der Bereich, der Privatkunden.

00:24:14: Aber die sitzen dann auch in Nordamerika oder in Asien... ...die sich diese hand-assimplierten großen Baumwollte stecken aus Spitze stellen.

00:24:28: Das ist also tatsächlich nach wie vor ein Markt und auch im arabischen Welt gibt es das.

00:24:35: Die wollen sie manchmal mehr mit Gold oder so.

00:24:37: Da gibt's manchmal eine Sonderserie.

00:24:39: Das machen wir aber nicht als Shop- oder Lagerware, sondern in den Auftragsproduktionen für Kunden die das dort verkaufen.

00:24:49: Das hört sich irgendwie total edel an!

00:24:52: Ich kann mir eben auch vorstellen dass wenn du weiß ich nicht irgendwas Historisches neu machst, neue Wände also die Wände neu beziehst und sowas kannst dir keine IKEA Vorhänge dahin hängen.

00:25:03: dann muss das alles schon irgendwie zusammen passen, da muss es ein Ensemble bilden?

00:25:09: Genau, das sind irgendwelche Kuraturen die dann eben diese Einrichtungen nach alten historischen Vorbild wieder versuchen Lieferanten zu finden und da spielt es eine Rolle.

00:25:20: Da arbeiten wir meistens mit solchen Sanierern zusammen, die eben auch im Innenbereich soviel neue Aufbauung können neu beziehen können, neue Seitentabeten verwenden und dergleichen.

00:25:32: also dass kommt sowas für den Fenster- und für den Tischbereich mit vor ist eben eins von ungefähr.

00:25:39: vielleicht, wie würde man sagen, fünfzehn oder zwanzig solche Spezialitäten haben wir.

00:25:43: Und da sind so museale Reproduktionen und Anknüpfungen, Replicken spielen da durchaus eine Rolle.

00:25:53: Wir hatten... Wir haben mal ein Podcast gemacht mit Manufaktur Kammang.

00:25:59: Die kommen ja... Kennst du auch?

00:26:01: Genau!

00:26:02: Die machen die Beziehung zum Beispiel Stoffe, mit denen man Sessel beziehen kann und Tapeten.

00:26:09: Und die arbeiten dann auch mit Schlössern oder Museen zusammen.

00:26:14: Da gibt sich das praktisch die Hand wieder was ihr da alle macht!

00:26:18: Also irgendwie hat das alles auch ein bisschen was miteinander zu tun.

00:26:22: Jetzt hast du eben die Stickmaschine beschrieben als drei D-Drucker.

00:26:30: aber du musst uns jetzt nochmal... von der Funktion her, aber du musst uns jetzt nochmal mitnehmen wie so eine Stickmaschine überhaupt aussieht.

00:26:39: Also bestellen wir uns einfach mal vor, hier stehen da vor und was sieht man dann?

00:26:47: Stickmaschinen können unterschiedlich groß sein und im Grunde auch zwei Hauptanwendungsbereiche haben.

00:26:57: in diese beiden Bereichen unterteilt sich die Welt der Stickmaschinen.

00:27:03: Diese beiden verschiedenen Typen haben gar nicht so viele Überschneidungsmerkmale, also das muss man mal vorweg schicken, sonst hat jeder bei Stickmaschine ein eigenes Bild und da muss man die Leute aus meiner Sicht vorher mitnehmen.

00:27:16: Also es gibt diese kleinen Maschinen mit denen ich ... nennt sich Merkkopf-Einkopfmaschine sind sehr nah dran an so einer Nähmaschine wie eine Haushaltsnähmaschiene mit Programmen wo man auch irgendwie eine kleine Datei oder was laufen lassen kann, die werden für Werbestickereien ganz oft eingesetzt.

00:27:35: Für kleine Logos Basecaps besticken also das kennt ja jeder hat auch jeder wahrscheinlich kleinteilige Stickerein irgendwo drauf machen.

00:27:45: dass ist diese Sachen die Welt der Merkhoff Maschinen.

00:27:48: da liegt die Ware immer flach drauf oder wird flach horizontal bestickt sag mal horizontal ne fertig halb bestickt zusammen wenn es Also vorein, wie auf dem Tisch liegt.

00:28:00: Plachbettmaschinen sagt man da auch und die können dann eben eins zwei drei vier fünf zehn zwölf vierzehn Köpfe haben.

00:28:07: Die können auch länger werden zu zwei Meter tief und zehn Meter lang.

00:28:13: das sind ja schon große Und die Kleinen haben nur einen Kopf und dann mache ich eben dort eine jahrestigere.

00:28:19: mit dieser Technologie beschäftigen wir uns nicht.

00:28:23: hier haben wir hier auch stehen zum mustern oder mal irgendwie und was probieren.

00:28:28: Aber die eigentliche Technologie, die wir verwenden das sind Schattel-Stickmaschinen und diese sind größer.

00:28:37: da steht der Rahmen vorein also senkrecht und da wird ein Stoff eingespannt und die Nadeln arbeiten so nach Form sozusagen von einem Weg hinein in den Stoffen zurück uns auch einen Zweifadensystem wie man das vom nähen kennt.

00:28:53: Nehen hat man das Spulchen unten und die Nadel mit dem Faden von oben.

00:28:57: Und so ist es einfach nur bei uns Vorderfaden, Hinterfaden.

00:29:00: Der Unterschied besteht jetzt darin dass hier ganz viele Nadeln nebeneinander kommen So am Abstand von siebenundzwanzig Millimetern.

00:29:08: eine Nadel Muss man nicht immer alle benutzen aber da spricht man dann von Rapporten.

00:29:14: Die Größe der Rapporte wird desto weniger Nadeln verwendet man Also typischerweise jede dritte Nadel während Ein Zwölf-Viertel-Rapport mit einem Abstand von Einenundachtzig Millimetern der Nadeln.

00:29:27: Und damit man es sich vorstellen kann, so eine Maschine hat die ist eine Fertigungslänge ungefähr von vierzehn Metern.

00:29:34: Die ist selber ungefähr knapp zwanzig Meter lang geht ein Meter fünfzig in den Boden unten rein und steht oben zwei Meter fünftig raus sind also schon ganz schön große Colosse, die auch nicht verschiebbar sind wie so eine Tischmaschine.

00:29:50: Die werden vor Ort in einem Fundament aufgebaut.

00:29:54: Die kann man nicht mit dem Kran rausheben oder so, die muss man dann demonstrieren wenn man sie umsetzen möchte.

00:30:00: und diese Maschinen wurden in Plauen bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts gebaut und hiermit erfunden.

00:30:12: also da gab es mehrere Zentren wo dieser Stickmaschinenbau für diesen Maschinetypen stattgefunden hat.

00:30:19: Das war St.

00:30:20: Gallen in der Schweiz, Blauen im Vogtland und in Chemnitz.

00:30:25: Und an diesen drei Standorten sind solche Maschinen also aufgekommen entwickelt worden und variiert wurden und größer geworden.

00:30:33: dann gab es die eine ganze Zeit lang nur noch in der schweiz Dann gab's in der Schweizer noch einen zweiten und jetzt gibt's in das schweizen nur nach einem.

00:30:41: Also es gibt da nicht so viele Hersteller für diese Typen.

00:30:44: Jetzt habe ich gesagt, die Maschinen sind größer und sie unterscheiden sich technisch so ein bisschen.

00:30:50: Aber man hat gar nicht so viele Überschneidungen in den Produkten, die man mitmacht.

00:30:54: Das liegt daran, dass man mit dieser Nähtechnologie basierenden Merkhoffmaschinen aus dem Werbelbereich nicht so locker stecken kann.

00:31:05: Also man kann die Fadenspannung nicht gut dosieren wie bei einer Nähmaschine.

00:31:10: Zieht man den Faden einfach passiv von der Kohle und verarbeitet den.

00:31:16: Und wenn ich jetzt sehr viele Stiche auf eine Stelle mache, nehmen wir mal ein Jersey... Ich gehe da ein paar Mal hin und her mit meiner Nähmaschine dann kann ich mir vorstellen dass der Kraft des Fadens, den ich da einbringe dazu führt das man diesen Jersey zusammen zieht.

00:31:31: Das wird dann bucklig!

00:31:32: So ähnlich ist es auch bei diesen Merkhoff-Maschinen.

00:31:36: die Fadendspannung bewirkt, dass sich gar nicht so viel gestickte Spitze fertigen kann sich zu verwerfen und verzieht sich.

00:31:45: Und wenn sich die Stickerei, bevor sie fertig ist schon wegwandert, dann treffe ich mit dem letzten Stich nicht mehr das was ich eigentlich sticken will sondern Sticke schon daneben und das führt dann dazu dass es nicht mehr funktioniert.

00:31:56: also hier brauche ich immer einen sehr stabilen Stickgrund.

00:31:59: bei diesem Merckkopf-Nähmaschinen-Technik Ich kann das stabilisieren sieht man ja manchmal bei Polo Shorts innen.

00:32:10: Das dient dazu, um dem entgegenzuwirken.

00:32:12: Aber je mehr das innen ausgewaschen ist, desto schlechter wird auch die Auflösung des Logos.

00:32:18: Also es geht ein Herr damit dass das eben nicht gut funktioniert weil einfach die Stickerei zu straff ist.

00:32:24: Diese Kattel oder Großstückmaschinen die wir verwenden haben vorne ist es ungefähr ähnlich wie bei einer normalen Nähmaschine.

00:32:32: Die Nadel geht aber nicht nur rein und raus sondern sie Durch den Stoff, einen kurzen Stück zurück ganz nach hinten und dann erst raus.

00:32:40: Diese kurze Rückbewirkung bewirkt dass der Faden durch das Nadelöhr geht.

00:32:48: eine kleine Schlaufe bildet durch diese Rückbewegungen.

00:32:53: anstelle einer Spule wie man sie von Nähmaschinen oder von diesen Einkopf- oder Merkkopfmaschienen kennt haben diese Schattel oder Schifflieh sagt man auch die kleine Bootsform.

00:33:03: Und in so einem Shuttle steckt dann eine kleine Bobbine drin.

00:33:06: Also nicht auf die Spule aufgewickelt, das zweite kann, sondern dass es eben dort bobbiniert.

00:33:13: und die Bewegung, die dieses Bobbin macht ist also auch keine Rotationsbewegungen zum Greifer wie man es eben kennt von der Nähmaschine, sondern das Schiffli fährt an dieser Nadel, die da durch den Stoff durchgeht einfach einmal vorbei.

00:33:28: Und das macht es in diesem Moment aus einer Ruheposition ist unten.

00:33:34: Das macht es von unten nach oben, just in dem Moment wo diese Nadel noch mal kurz zurück ging und eine Schlaufe bildet.

00:33:42: Durch diese Schlauve fährt dieses Schiffli durch und das wirkt dass man hier mit viel weniger Kraft bei der Schlaufenbildung.

00:33:52: also jeder Stich braucht ja eine Schlinge und bei dieser Schlingenbildung, Schlauffenbildung, Schlingenbildungen da stehen nicht so große Kräfte und auf der Vorderseite, wo die Maschine also bei der Nähmaschine wäre es ja von oben.

00:34:03: Von der Kurne die Zuführung passiv gezogen.

00:34:06: Der vordere Seite bei diesen Maschinen bei uns da wird das Garn aktiv vorgefördert über eine Fadenwalze.

00:34:14: Je nach Stichart und Stichweite wird Faden zur Nadel vortransportiert.

00:34:19: Das heißt auch hier Minimiert man den Zug durch das Nachziehen vom Garten von Anarkone, indem man das dosieren kann.

00:34:27: Das kann man einstellen.

00:34:28: Man kann es also ins Plus gehen, ins Minus gehen und dann kann auch noch mal die Bremswirkung einstellen.

00:34:34: Und alles das.

00:34:36: um das zusammenzufassen ist dann möglich dass man zu locker wie möglich nur so straff wie nötig steckt.

00:34:45: Diese Regulierung gibt es bei einer Nähmaschinen-Technologie nicht in so einer Feinheit und das führt dazu, dass wir eben sehr locker auch bis zu zehn, fünfzehn Etagen übereinander Strukturen aufbauen können ohne dass sich das verzieht.

00:35:01: Das heißt habe ich das jetzt richtig verstanden?

00:35:03: Dass die Stickmaschine, die die Möglichkeit bietet, die Fadenspannung nochmal ganz anders zu justieren.

00:35:14: Also bei der Nähmaschine kann ich ein bisschen die Fadenspannung...

00:35:18: Ich kann es nur straffer machen, aber ich kann nicht lockerer machen.

00:35:21: Ich kann nicht ins Plus gehen!

00:35:22: Ich kann's nur straffermachen.

00:35:24: Kann die Feder ganz aufmachen?

00:35:26: Ich kann Führungselement weglassen und unten die Stolzchen ganz locker machen Aber irgendwann führt das zu einem sehr unruhigen Stickbild wenn ich alles zu locker mache Und ich habe dann kein so gutes Regulativ mehr eine Gleichmäßigkeit der Stiche sozusagen zu gewährleisten.

00:35:46: Man hat also auch noch Farbengeberhebel, spielen da auch nochmal ne Rolle wie die zurückziehen.

00:35:52: und wenn man sich an unseren Maschinen drei Steppstiche hintereinander vorstellt ist es so dass der erste noch einen kleinen Berg hinterlässt und der zweite oder dritte die machen durch ihre Zugbewegung am Schluss den ersten gemachten Stich erst gerade so das er auf dem Stoff aufliegt.

00:36:09: Es wird nicht straff und das ist auch sehr nur haulastig sozusagen, dass es korrekt zu bedienen denn jedes Muster abhängig von wie die Stiche gesetzt sind von Materialart und Garnstärke ist es stark abhängigt wie man diese Maschinen regulieren muss.

00:36:29: Das macht also ein Maschine bietet quasi viele Kriterien aber sie stellt sich nicht selber ein so dass es gut funktioniert.

00:36:38: Das richtige Parameterfenster finden ist auch eine kleine Kunst sozusagen, das so zu machen dass es eben gut aussieht.

00:36:47: Was ich jetzt raushöre ist, dass es Leute geben muss bei euch die Verständnis dafür haben und diese Maschinen bedienen können und das verstehen was sie da tun.

00:37:03: Das ist sicher nicht einfach stelle ich mir so vor!

00:37:07: Und ihr braucht Leute diese Maschinen warten können, bauen können.

00:37:14: und also was wo findet man die denn eigentlich?

00:37:17: Also gibt es diese Gewerke noch keine Ahnung.

00:37:23: Man kann jetzt dieses Know-how benötigen.

00:37:26: das kann man nicht von außen einkaufen sondern das muss man eben bewahren und weitergeben.

00:37:32: Das Schulen der Mitarbeiter die neu anfangen braucht seine Zeit und irgendwann ist übergegangen und man kann es.

00:37:42: Und dann ist da ein Jahr oder ein andertreibes Jahr rum, aber im Grunde ist es schon wichtig dass die Mitarbeiter zur Verfügung stehen und das man die nicht alle Jahre austauscht oder das würde nicht funktionieren.

00:37:56: Das gilt auch für den Bereich der Handsteckerei.

00:37:58: Da steckt auch immer in Detail noch so ein bisschen viele Kniffe drin wie man das dann umsetzt.

00:38:04: also die Maschinenbedienung Verarbeitung sind keine reinen Nähe oder Maschinenbedienungen, sondern da steckt mehr drin.

00:38:13: Das ist aber auch in Ordnung.

00:38:15: Es nur haulästisch weitergeben muss es eben pflegen und an die Richtigen weiter geben dann ist das eigentlich kein Problem.

00:38:23: wenn es technische Probleme gibt versuchen wir die Normalfall selber zu lösen.

00:38:30: denn wenn sie die Techniker aus der Schweiz kommen lassen auch unheimlich teuer da, ein tach anreise, tach abreise.

00:38:40: Tag da sind sie schnell, drei tausend Franken hat man da schnell ausgegeben und da ist die Ursache vielleicht geklärt.

00:38:49: das ist noch nicht zwingend repariert.

00:38:51: Und

00:38:51: es ist nur kein neues Maschinenteil?

00:38:54: Genau, es sind ja manchmal Kleinigkeiten aber die kann man eben nicht einfach beim Fachhändler so bestellen sondern die haben tatsächlich dann nur die Maschinenhersteller.

00:39:04: Da muss man mit denen arbeiten.

00:39:05: Aber das geht auch, da sind wir eigentlich auf einem ganz praktikablen Weg immer die Probleme selber beheben zu können.

00:39:12: Alle paar Jahre brauchen wir auch mal einen Techniker aber das tritt zum Glück nicht so oft auf.

00:39:18: Technische Probleme gibt es wohl immer also ich sage jede Woche, aber mehrfach im Monat.

00:39:24: Die muss man eben einfach behebeln.

00:39:27: Und

00:39:27: man lernt ja auch jedes Mal wieder was Neues dabei wenn ein Problem auftaucht?

00:39:31: Das ist zumindest bei uns so... Wenn irgendetwas nicht funktioniert, dann arbeitet man solange bis es funktioniert.

00:39:37: Genau und also mit der Einstellung kann man immer weiterkommen wenn man sich auch ein bisschen Fernsupport von jemandem noch ist ja heute nicht so schwierig mit dem Telefon oder wie auch immer da sich unterstützen zu lassen.

00:39:48: Und ich habe festgestellt zum Teil kommen die Probleme alle wieder aber zum Teil mit so einem Abstand dass man sich schlecht merkt.

00:39:56: und auch hier ist eine gute Dokumentation alles.

00:39:59: Und wenn ich das ordentlich führe und ordentlich ausschreibe, ist es wie mit einem Know-how Reiter geben können.

00:40:06: Es auch dann dritte.

00:40:08: Also ihr habt so eine Art Fehler-Behebungsbibel bei euch?

00:40:13: Ja ja.

00:40:14: Das ist auch die Einstellwerte.

00:40:16: Die sind im Sommer nicht dieselben wie im Frühjahr oder am Herbst.

00:40:19: Wenn sich die Luftfeuchtigkeit ändert muss man Maschinen anders parametrieren obwohl sie Wir sind auch mal zwischen den gleichen Maschinen schon unterschiedlich, die Werte.

00:40:29: Also diese vielen Werte, die man einstellen kann an so einer Maschine bis das Muster gut läuft und das hängt eben auch von vielen anderen Kritalien ab zum Beispiel wieder Luftfeuchtigkeit, die ja nun stark auch unterschiedlich sein kann.

00:40:43: Das ist interessant.

00:40:44: aber ihr arbeitet ja auch mit Naturmaterialien.

00:40:47: also du hast als wir uns kennengelernt haben hast du gesagt Hier arbeitet viel mit Baumwollgarn zum Beispiel.

00:40:54: Die reagieren ja auf Feuchtigkeit, auf Temperatur und auf Mondphase.

00:40:58: Nee, darauf wahrscheinlich nicht so.

00:41:01: Ja das machen die.

00:41:02: Je feiner sie werden desto empfindlicher sind sie im Grunde.

00:41:09: dann ist es so dass wir schon ganz gute Zürnungen brauchen.

00:41:14: für die Stickerei kann man sich vorstellen.

00:41:18: Jetzt werden aus Baumwolle reißt ja auch schnell, wenn man eben und je trockener das wird, desto weniger elastisch wird Baumwollen.

00:41:26: Und also so sprühter ist quasi auch das Verhalten und es reist dann viel schneller.

00:41:34: Das muss man irgendwie auch korrigieren oder ein bisschen beachten mit der Luftwäschlichkeit, wie man das verarbeitet.

00:41:40: Ja, da verwenden wir Bio-Barmwollegots zertifizierte Biobamballe einen großen Teil kaufen die in Frankreich ein.

00:41:49: Die wird dann eben in Kasachstan oder USA angebaut, das ist aus dem Tertifikat entnehmbar, dass da nicht nur eine Anbaugebiet kann auch Ägypten sein.

00:41:59: China ist meistens ausgeschlossen bei unseren Kunden, die wollen da nichts.

00:42:03: aber ja, die Textilindustrie kommt aus einem vorletzten Jahrhundert wo Baum wurde, da das Master Dinge war.

00:42:13: Dann kommen synthetische Fasern dazu, geht mit Viskose in den zwanziger, dreißiger Jahren weiter.

00:42:19: Dann kommt Poyamite vor gestern im siebziger und heute haben wir es so seit zehn, fünfzehn Jahren vielleicht wieder zurückdreht.

00:42:27: also das ist wie eine Renaissance auch der Naturmaterial gibt.

00:42:30: Seiden haben noch eine Rolle gespielt aber nicht so dominant.

00:42:34: Und es ist gar nicht so einfach mit heutigen Maschinen und mit heutigen Bezugsquellen wieder Naturfasern so einzusetzen, dass sie so gut laufen wie vor hundertfünfzig Jahren.

00:42:50: Weil oftmals die Prozessschritte nicht da sind und die Maschienen gleichzeitig über viele Jahrzehnte immer schneller getrimmt wurden.

00:43:00: Und dazu mussten auch immer die Qualität oder die gewünsliche Qualität kann man vielleicht sagen aber die Festigkeit der Fasern mussten also auch immer mitwachsen.

00:43:10: Und wenn man heute wieder mit feinem Atomadialen arbeiten will, ist das nicht so trivial.

00:43:15: Also die Maschinen mögen gerne Polyester und wir mögen aber auch gerne Baumwolle und dann hat man da auch schon wieder eigene Herausforderungen, die Maschenen modifizieren zu müssen sich wieder heranzuwagen dass es wieder genauso geht.

00:43:30: Aber ist das so, dass du mit einer derselben Maschine Baumwollengarne und Polyestergarnet zum Beispiel verarbeiten kannst.

00:43:36: oder brauchst du da unterschiedliche Maschinenarten?

00:43:39: Ne, das ist der selbe Maschinentyp.

00:43:41: Das geht schon und die Qualitäten der Ghana müssen entsprechend gut sein.

00:43:48: Du hast eben gesagt ihr macht Epliken!

00:43:51: Ich komme da mal ganz kurz auf eine Art von Spitze, die ich ganz besonders mag und die man bei euch auch findet.

00:44:00: Ich bin ein großer Bauhaus-Fan und erzähle doch mal was es mit euch und dem Bauhaus aus sich hat?

00:44:10: Ja, also wenn man zeitlose Stile sucht dann findet mehr im Umfeld des Bauhauses immer etwas und wenn es ein bisschen verschnörkelter sein soll.

00:44:20: Dann kann man auch noch ein bissel zurückgehen in die Übergangsphase von Jugendstil zur Moderne Und da kann man schon immer irgendwas tolles noch finden.

00:44:29: und schaue mir da auch mal gerne irgendwelche Ausstellungen an Wenn man wieder was aus dieser Zeit hat wohl als im grafischen oder auch aus dem textilen Bereich Da wir mit alten Reblicken ja schon immer gearbeitet haben, also viele der Muster die wir haben sind inzwischen eine dreistellige Jahrestal und es ist so altmodisch das zunächst einmal klinge mag.

00:44:55: aber ein sehr gut gemachtes florales Muster ist zeitlos.

00:45:01: Das kann man vielleicht noch mal variieren oder abwandeln, manchmal kann man's auch mal reduzieren.

00:45:06: Eine gute Formensprache ist jetzt keine Frage der Mode, sondern eher dann der Anwendung oder der Interpretation.

00:45:14: Und wie ist die Moderne zu uns nachgekommen?

00:45:18: Also das hängt damit zusammen, dass das Bauhaus Hundert Jahre gefeiert hat.

00:45:23: Das heißt auch schon wieder ein Stück her gab es hier eine Ausstellung in Plauen im Vogtland Museum und die haben sich alten Mustern der Kunstschule, da damaligen blauener Kunstschulen gewidmet.

00:45:40: Wie es eben die Dresdner Werkstätten und die Wiener Werkstädten gab's eben auch in Blauen eine sehr renommierte Kunstschulle, die relativ weit bekannt war also über Blauen hinaus auch bekannt war.

00:45:52: Und diese Kunstschuhe hatte eben sehr spezifische Die Richtungen, also da hat nicht der Kunstlehrer alles die Richtung gelernt und die hatten eigene Lehrer, eigene Professorin für bestimmte Stilrichtung.

00:46:10: Und im Bereich der Moderne waren eben hier auch Kardinsky und Clay Lehrkräfte, die kamen dann eben von Weimar und haben dann hier eigene Klasse für Moderne gehabt.

00:46:20: Also in vielen Kunstschulen Europas hat man sich schon mit dem Jugendstil schwergetan aus dem Historismus kommend klare Stielrichtungen zu hinterlegen.

00:46:32: Also unsere Beispiele sind runtergebrochen auf Sandgalen, da gab es ja auch so eine Schule.

00:46:37: Hier hatten den Jugendstil zunächst abgelehnt und fast nicht mehr aufgegriffen und mit der Moderne hatten die sich gar nicht beschäftigt.

00:46:44: also insofern hatte Plauen da auch eine breitere Ausrichtung bei den Stierrichtungen was das Portfolio von uns heute betrifft, wo man also auch Produkte findet.

00:46:59: Es gibt also zum einen alte Muster die an die Sachlichkeit, neue Sachlichkeit moderne erinnern.

00:47:05: Das sind also Kragen aus zwanziger oder dreißiger Jahren und kleine Scheibengardien auf einem Tüll.

00:47:14: Die sind entlehnt aus Musterungen, die die Schüler als Zeichen entwürfen der Schüler der Kunstschule ausdehnt späten, und die haben wir dann umgesetzt.

00:47:29: Und daraus so ein Scheibenpann losgemacht also dreißig oder sechzig Zentimeter hoch.

00:47:35: Ich finde sie sehr charmant.

00:47:36: Also diese alten Muster haben eine ewige moderne, also eine klare, sehr schöne moderner Formssprache und sind auch immer schön anzuschauen.

00:47:46: Also ich muss sagen ihr habt einen Kragen den man Also ein Bauhauskragen sehr, sehr pein.

00:47:56: Aber trotzdem sehr klar in seiner Muster würde ich sagen.

00:48:03: Der kann einfach auf dem Kleid drauf genäht werden.

00:48:09: oder wie wird das gemacht?

00:48:10: Man kann sich den bei euch komplett bestellen so wie er ist.

00:48:14: Genau es gibt ganz viele Kragenmodelle, zwei drei vier ungefähr auch mit so einer ganz klaren, modernen Formssprache.

00:48:22: Und die heftet man entweder mit Handheftstichen, sodass sie eben vorne nicht verrutschen.

00:48:27: Reichen zwei wenn man einen Pulli hat.

00:48:29: Wenn es ein platteres Acht, dann kann man auch noch drei Punkte machen und man kann ihn aber auch fest auf den Kleid aufnähen.

00:48:38: Ist er aus Baumwolle?

00:48:39: Das heißt der rutscht ja nicht, also sich glatt!

00:48:41: Und wenn man genauso rauere Oberfläche hat, kann man den auf... Je nachdem wie er aufgebaut ist mit einer Schließe Einfach nur wie so ein großes Koje tragen.

00:48:51: Das

00:48:53: ist ja vielleicht was für Spitzenliebhaberinnen, die sich noch nicht so richtig trauen jetzt Spitze zu vernähen oder die sagen das ist so edel ich will da auch nichts kaputt machen.

00:49:03: Die könnten sich zum Beispiel schon mal so ein fertiges Teil bei euch im Shop suchen und das einfach auflegen oder aufnähen ohne...

00:49:15: Manche Kragen sind hinten geschlossen, manche sind also zweiteilig angelegt.

00:49:19: Die haben nur eine Verbindung.

00:49:20: Wie kann man dann trennen?

00:49:22: Also bei einer gestickten Spitze mache ich da nie was kaputt.

00:49:24: das ist immer dasselbe Prinzip und dann kann ich die überlappen oder weiter auseinander gehen lassen.

00:49:30: damit kann ich nach vorne passen zum Deidungsstück auch die Positionierung perfekt einstellen.

00:49:38: mega.

00:49:40: Man kann aber auch, also ihr konfektioniert auch Taschen zum Beispiel eine Clutch habt ihr im Shop?

00:49:48: Ja das machen wir um uns dem Bereich Mode etwas zu nähern ohne selber ein Modemacher sein zu können.

00:49:57: Also da würden wir wohl unsere Kompetenzen überschreiten wenn wir sagen wir machen auch noch Mode.

00:50:04: Das wäre zu viel gesprochen.

00:50:06: dafür ist die Mode und Modenspezialisierung viel zu weit fortgeschritten.

00:50:13: Das machen wir also nur am Rande, wir gehen sozusagen in den Bereich der modischen Accessoires und da gibt es auch so eine kleine Clutch mit unterschiedlichen Mustern und das dies dann aber gleich.

00:50:24: Also die hat eine tolle Spitzenqualität außen, aber sie ist ein ganz kleines Taschenformat.

00:50:32: Sie sind keine Taschendmacher, wir können welche oder Mieter, sonst was.

00:50:37: Das ist nicht unser Fachbereich.

00:50:43: Wir können da mal mit Projektieren und mal etwas probieren aber wir machen im Grunde keine Mode.

00:50:50: Wir bieten einen Schnitt eines Poleros an und noch ein Schnitt von dem Spitzen-Shirt.

00:50:58: das ist dann gleich Mode.

00:51:01: im eigentlichen Sinne machen wir nicht die meisten Sachen, die für Mode eingesetzt werden.

00:51:06: Die liefern wir an seine Studios Modemacher in kleine mittlere Serien.

00:51:13: Das sind so Dinge wo wir uns im Bereich Mode also auch platzieren aber eben nicht als jemand der das fertige Produkt näht sondern der die Zutaten wird.

00:51:23: Aber die fertigen Sachen?

00:51:25: Also die Klatschtick kann man bei euch kaufen.

00:51:27: Die fertigen Kragen kann man Bei euch bekommen.

00:51:31: Du hast gesagt, Ohrhänger kann man bei euch bekommen?

00:51:36: Also gestickte... Man kennt das aus dem Freestanding-Lays, aus dem Haushaltsstikbereich, dass man sowas jetzt auch sich selber machen kann.

00:51:49: aber für die Leute, die keine Stickmaschine haben und die schon immer mal so was edles.

00:51:53: Das ist ja vielleicht für Hochzeiten, für ganz besondere Anlässe passend zu einem bestickten Kleid oder sowas.

00:52:00: dann noch mal so ein Ohr.

00:52:02: Ein O-Ring gehängern auch immer das ist ja schon was genau, was ganz besonders edles.

00:52:09: und ich habe da noch etwas gefunden was für mich als Nähnert was mich total angeregt hat was zu machen nämlich einen Bauhaus armband.

00:52:21: Das habt ihr euch glaube ich anders gedacht.

00:52:23: wie?

00:52:24: Wie ist das eigentlich gedacht?

00:52:27: Um den Do-it-yourself Prozess auch anzuregen, gab es also quasi einen Bausatz mit Nähanleitung und da gibt es dazu zu diesem Bausatze noch zwei drei Farben.

00:52:40: Blau, gelb, rot... Und dann kann man Teile der kleinen Kästchen die dieses Muster enthält er selber nach Belieben, nach farbig besticken.

00:52:51: Dann hat man nochmal so ein bisschen die Bauhausfarben im im Muster drin, aber dann selber kreiert und kleine kleine Druckknöpfe zum annehmen so dass man das auch so ein bisschen verdeckt so Sachen schließen kann.

00:53:04: Und in diesem Set sind nur die Zutaten und die Spitze und wie man das dann ausgestaltet ob man das so macht wie es draufsteht oder so wie du das ist ja genau dem eigenen kreativen Prozess überlassen.

00:53:18: Also ich fand es ganz toll, mir hat das richtig viel Spaß gemacht.

00:53:22: Ich fand das so schön und das ist sowas Exklusives.

00:53:27: irgendwie also eben diese Erinnerung an das Bauhaus dieses ganze typische, diese typische Musterungen irgendwie fand ich herrlich!

00:53:37: Und ich hab's direkt beim Shooting mit dabei gehabt zu einem passenden Oberteil.

00:53:41: Ich habe einen Goldstoff drunter gelegt, ich hab das einfach aufgesteppt Diese Druckknöpfe, die sind ja dabei zusammen mit dem Garn.

00:53:50: Ich kann nur nicht gut mit der Hand stecken das habe ich mir erspart.

00:53:53: Aber ich liebe es.

00:53:56: und was sich auch liebe Und davon hast du noch gar nichts gesagt und ich glaube dass Das ist richtig fies von dir, dass du das nicht erzählt hast ihr macht solche armen bänder

00:54:06: Ja motor schmuck.

00:54:08: im kleinen teil gibt's bei uns ganz viele muster Farbvarianten.

00:54:12: Das sind Dinge, die sind auch erst in den letzten zehn Jahren dazugekommen und ist auf holzisch größere Beliebtheit muss man so sagen

00:54:22: Kann ich mir gut vorstellen?

00:54:24: Ich habe noch nie ein Armband gehabt dass sich das wiegt wenige Gramm dieses Teiles hat und es ist ein bisschen elastisch in sich aber trotzdem ganz stabil.

00:54:37: man spürt das kaum Es sieht so schön aus, also davon wert ich mir noch ein paar andere Farben bestellen passend zu meinen Outfits.

00:54:46: Weil das so... es ist spitze aber es ist nicht so...

00:54:54: ...weißt du?

00:54:54: Es ist

00:54:55: nicht drüber!

00:54:56: Man findet vielleicht seine eigene Lieblingsfarbe man kann's mit einem Ohrstecker kombinieren oder auch mit einer Stola.

00:55:02: da gibt's immer nochmal Überschneidungen beim selben Muster und der Farbe Und wenn man da Geschmack gefunden hat, kann man das ja noch erweitern.

00:55:09: Also jetzt nicht auf einen Artikel in einer Farbe beschränkt?

00:55:13: Es ist trachtig aber trotzdem modern irgendwie und das gefällt mir so gut!

00:55:20: Man spürt es irgendwie nicht.

00:55:21: Man kann es einfach tragen ohne dass es kalt ist am Arm bei Schmuck oder Armen.

00:55:28: Dann hängen die ein bisschen dann ist dieser Teil wieder... Hat der die Körperwärme verloren, dann ist er so kalt.

00:55:34: Das hier ist einfach Ich liebe es.

00:55:38: Wir werden diese schönen Sachen über die wir jetzt gerade gesprochen haben, euren Shop werden dann nochmal komplett verlinkt und aber auch diese DIY-Sets.

00:55:47: zum Beispiel für Leute, die jetzt sagen ich muss das mal... Ich will auch was aus Plauen haben!

00:55:53: Ich muss das einmal ausprobieren.

00:55:54: Das werden wir natürlich alles in den Show Notes unter dem Podcast noch mal verlinken damit ihr auch alles findet.

00:56:02: Genau Haben wir eigentlich über alles gesprochen?

00:56:05: Nein, natürlich noch nicht.

00:56:07: Wir haben ganz viele Sachen noch nicht erwähnt.

00:56:10: Gibt es noch irgendwas was wir unbedingt wissen müssen?

00:56:16: Ja, innerhalb des Baukastens den wir bei der Meterbache im Shop haben hat's halt den Vorteil dass man hier keine Mindestmengen hat.

00:56:22: Man kann hier jeder... Auch wenn man sich nur mal ausprobieren, wenn mit zwanzig Zentimetern auch das geht.

00:56:27: eben ist vielleicht ein wichtiger Hinweis.

00:56:29: also viele haben ja immer Mindestmenge oder Maschinenlängen oder was auch immer.

00:56:33: Das spielt keiner Rolle.

00:56:37: Warte mal, wenn ich jetzt sage, ich will zum Beispiel nur eine Kissenhülle mit Spitzen ausarbeiten.

00:56:45: Dann kann ich mir das ausmessen und sagen, ich möchte zwei Meter Spitze haben und es ist kein Ding, das bei euch zu bestellen.

00:56:56: Genau!

00:56:56: Es gibt keine... Also in zehn Zentimeter Schritten kann man alles kaufen sozusagen.

00:57:00: Bei größeren Mengen gibt's dann vielleicht Rabatte aber nicht so dass nach unten eine Limitierung oder Mindestmengen gibt.

00:57:06: Das ist von der Besonderheit, davon leben wir auch ein Stück mal im Bereich der Brautmode da, dass es eben immer noch Spezialisten gibt die mit Naturmaterialien oder mit Seite arbeiten wollen und dann ist für die wichtig das sie nicht fünfzehn Meter oder acht Meter kaufen müssen sondern auch so wie Sie sich das vorgestellt haben.

00:57:25: Die können mit einem Muster anfangen.

00:57:28: Kostet halt die Menge des Musters zum Beispiel aber man kann eben das dann so beliebig oder passend skalieren was man tatsächlich braucht.

00:57:35: Also mein Textil leben oft davon, dass man sie auch mal anfasst.

00:57:39: also Bilder sind ja immer eine gewisse Schwierigkeit, eine gewissen Hemmung aber das lässt sich nun nicht verhindern.

00:57:46: dann muss man eben mit einem Handmuster arbeiten und kann man sich vor Ort auch ein Gefühl für Trabierbarkeit fürs Gewicht, bis es verhält wie man es angreift, wie es wirklich aussieht Und wenn man diesen Schritt gegangen hat, dann kann man das eben dann auch passend in der Menge bestellen wie man es braucht.

00:58:09: Das ist eigentlich noch ein Hinweis wert weil das nicht immer selbstverständlich dass das möglich ist und ansonsten sind wir in diesem ganzen Heim-und Hausdekor und so da machen wir sehr viele individuelle Gründe also auch eine Spezialität, dass wir dort auf Kundenwünsche eingehen können bis hin zu einem eigenen Oval im eigenen Überhang auch mal so auf fünf bis zehn Zentimeter genau.

00:58:34: Also kann man die Wundgrößen realisieren.

00:58:37: Stark!

00:58:38: Andreas,

00:58:39: wenn du jetzt so die geschichtliche Entwicklung ein bisschen Revue passieren lässt und dann mal einen Blick in die Zukunft wachst was würdest Du dir wünschen?

00:58:50: Oh, was ich mir wünscht würde... ... dass wir öfter solche Interviews führen.

00:58:58: Nein, das ist ja immer hilfreich!

00:59:00: Wir leben ja heute davon... ...dass wir mit unseren Spezialitäten weniger Industriekunden oder den großen Handel erreichen sondern eigentlich jedes in Zeiten von Social Media und Online-Job auch üblich sind... ...mit Entgut, mit Privatkunden direkt arbeiten.

00:59:18: Also das ist etwas was es früher gar nicht gab und da ist nichts Neues, was ich auch gefunden habe.

00:59:23: aber das ist quasi der der Trend, da letzten Jahre und da haben wir eben auch eine Chance nach vorn.

00:59:31: Also wenn wir eine gewisse Renommilbekanntheit behalten beim gegenüber Konsumenten die eben auch nur kleinteilig Dinge brauchen aber etwas Besonderes suchen dann sind ja mit unseren Nischen eigentlich auch in Zukunft gut aufgestellt Und wir beschränken uns bei allen Produkten immer wieder.

00:59:53: mit einem Filter, den wir drüber legen ist es etwas Besonderes.

00:59:57: Also wenn es dasselbe Produkt bei Aldi ein Netto oder irgendeinem CTM Markt gibt dann legen wir das nicht mehr auf.

01:00:04: also dann fehlt ihm die Unterscheidbarkeit.

01:00:08: Wir werden es nicht zu Preisen aus Indonesien oder China produzieren, denn das liegt auf der Hand.

01:00:14: Deshalb beschränken wir uns auf Qualitäten die alle nicht können machen.

01:00:18: Das sind eben keine Serien und keine Artikel, die in großen Mengen gehen.

01:00:23: Es sind immer Textile Besonderheiten, Textile Kostbarkeiten.

01:00:27: Am anderen Ende der Welt würde keiner angreifen weil sie viel zu auffällig sind.

01:00:32: auch wenn die dort zu einem Fünftel des Reises produziert werden könnten sind viel zu aufwendig, um sie dort zu fertigen und der Markt dafür ist zu kleiden.

01:00:40: Und mit unserer Nischenlastigkeit sprechen wir jetzt nicht jeden an.

01:00:48: aber ich würde immer sagen für alle die Nähprojekte haben findet man moderne oder verspielte florale romantische Muster Kanten versäubern, Abschlüsse machen.

01:01:01: Irgendwelche Blickpunkte schaffen muss nicht zu viel sein aber mit Spitze lässt sich immer ein Akzent setzen der was Besonderes hat also da lebt.

01:01:11: zum anfassen einen zum hinschauen eine.

01:01:13: die dreidimensionalen spitze spielt ja als einzige mit dem Licht dass sie auch immer den Schatten eine hellere und dunkle Seite durch.

01:01:19: diese Dreidimitionalität.

01:01:21: Und das ist das besondere.

01:01:23: und wenn man uns an Sticke rein anschauen gibt es jetzt seit dreieinhalb tausend Jahren.

01:01:26: zumindest kennt man sie ungefähr so lange.

01:01:28: Sie waren immer für etwas Besonderes gut.

01:01:30: Immer eine Distinktion, so war es auch bei der Spitze.

01:01:34: Sicherlich hat die Handarbeit Spitze nur Adel und Kleros getragen weil sie eben auch dort einen distinktiven absetzenden Wert hatte also nicht nur vom Aufwand sondern eben auch von der Distinktsion.

01:01:47: Und wenn ihm jetzt mal das Spitze in den Zukunft denken wird auch in Zukunft das Bedürfnis geben irgendwo mal was besonderes ran zu machen.

01:01:56: Es muss ja nicht alles nicht zu viel sein, aber Akzente zu setzen.

01:02:01: Egal welcher Stilrichtung das ist etwas was eigentlich immer verbleibt und sofern bin ich da auch mal ganz optimistisch dass es für die Spitze auch in Zukunft einen Raum geben wird.

01:02:15: Also was ich raushöre viel dafür tut, um dieses Handwerk am Leben zu erhalten.

01:02:24: Und ich höre auch raus, dass du dafür brennst was du tust.

01:02:30: Erlebst das oder würdest du so einschätzen?

01:02:34: Dass es für uns als Endkonsument eine Aufgabe ist sich wieder auf die Suche nach Qualität zu machen.

01:02:43: Also darf man sein Gespür für Qualität nochmal überprüfen und vielleicht ein bisschen schulen?

01:02:51: Das sollte man immer tun, denn es ist ja inzwischen schon unheimlich schwierig gute Qualitäten zu finden.

01:02:57: Der Leidensprozess hat ja nicht erst letztes Jahr angefangen sondern er ist ja schon älter.

01:03:02: und wenn man sich auf die Suche nach guten Qualitäten macht das ist zum Teil bierig war selbst nicht auf den stoff messen fahr ist das noch kein garanter für dass ich das finde was ich suche und so ist es ja für andere qualitäten auch.

01:03:17: Ja, da sollte jeder mal immer wieder in sich gehen worauf ich was ich meine.

01:03:24: wenn es gar nichts gibt dann kann ich auch dorthin geben.

01:03:27: aber es sich an seiner eigenen materialdaten bank oder an seinen eigenen quellen ein bisschen zu arbeiten und nicht nur die reine Das ist schon eine Empfehlung.

01:03:42: Ja,

01:03:44: das finde ich als ein sehr guter Hinweis und auch ein gutes Schlusswort.

01:03:48: Das ist ja was wir alle wollen gute Sachen und wir wollen daraus schöne Sachen herstellen.

01:03:53: Und ich finde man darf dann auch wenn ich zum Beispiel so einen Täschchen mit einem blauen Schmetterling verschenke, dann darf ich auch mal sagen, guck mal der Schmetterming kommt aus Blau und er ist in Deutschland hergestellt.

01:04:07: Das ist was ganz Besonderes.

01:04:09: Und ich garantiere dir, wenn jemand sich für Textilen interessiert und Wertschüsst ja wirklich fragen muss, wie geht denn das?

01:04:16: Also das ist wirklich fast nicht zu übersehen.

01:04:20: und Textil auf.

01:04:21: viele Menschen werden das normalerweise erschätzen.

01:04:25: also die stellen hier dann die Frage irgendwie kriegste da eine Rückmeldung.

01:04:30: Aber dann ist doch auch das wieder Teil des Prozesses um Diese Textile Geschichte, diese Textile Welt.

01:04:40: Diesen Reichtum den wir eigentlich hier haben am Leben zu erhalten indem man dann nämlich drüber spricht.

01:04:46: also es ist ja nicht nur dass ich das Täschchen mein Schmetterlings-Täschchchen, das ich noch nicht genäht habe aber dass ich nähen werde Dass ich das mit einem anderen Gefühl herstelle, dass ich's mit dem anderen Gefühl verschenke und Dass meine liebe Freundin, der ich das schenke ist wieder mit einem anderen Gefühl annimmt und benutzt.

01:05:10: Und wir können darüber sprechen was wo hast du das denn her?

01:05:13: Hast du mit dem Andreas Reinhard wirklich gesprochen?

01:05:15: Der war im Podcast kann nicht mehr den anhören.

01:05:18: Was hat er denn sonst noch so erzählt?

01:05:20: also Das gehört doch irgendwie auch dazu.

01:05:23: wenn Ich mir Plastik aus China bestelle Dann habe ich den Scheiß.

01:05:27: Also dann hab ich halt Den Kram da und es hat keine Geschichte hat keine weitere Dimension.

01:05:36: Und ich finde, da müssen wir dran arbeiten!

01:05:39: Da müssen wir auch an uns arbeiten und an unserem Konsum verhalten.

01:05:43: Sehr richtig.

01:05:44: Das war das Wort

01:05:45: im Sonntag.

01:05:47: Danke!

01:05:48: Lieber Andreas, das war super spannend.

01:05:51: Ich habe das Gefühl, wir haben alles irgendwie nur angerissen aber vielleicht kann ich dich ja dazu überreden irgendwann noch mal zu uns zukommen?

01:06:00: Dann... Ich bin gespannt, wie gut deiner Sendung ankommt.

01:06:04: Und wenn die gut ankommt, dann können wir da gern noch mal annehmen.

01:06:07: Aber nur dann!

01:06:08: Nur dann!

01:06:12: Es hat richtig viel Spaß gemacht mit dir.

01:06:15: Ich danke dir ganz herzlich für diesen Einblick den du uns in eure heiligen Hallen gewährt hast.

01:06:21: und ja ihr Lieben ich hoffe euch hat das Interview heute auch Spaß gemacht.

01:06:27: Ja, ihr habt wieder interessante Sachen erfahren die ihr vorher vielleicht noch nicht wusste.

01:06:33: Guckt gerne mal bei Modespitze-Plauen rein!

01:06:37: Da gibt es übrigens auch einen schönen Block den man mal durchstöbern kann.

01:06:42: also das ist alles hoch spannend und man kommt nochmal ganz neue Einblicke in das was Textiles eigentlich kann.

01:06:50: Ich hoffe ihr seid beim nächsten Mal wieder mit dabei Und wir sagen für heute vielen Dank fürs Zuhören und tschüss!

01:06:57: Tschüss!

01:07:01: Na hat dir diese Episode Spaß gemacht, und dich auf neue Ideen gebracht?

01:07:05: Dann freuen wir uns über dein Like und einen Kommentar von dir.

01:07:09: Und natürlich darfst du uns auch gerne ein Abo da lassen.

01:07:13: Dann bekommst du immer direkt eine Info, wenn eine neue Podcastfolge online ist.

01:07:18: Wir freuen uns, wenn du auch das nächste Mal wieder mit dabei bist!

01:07:21: Bis dahin sagen wir vielen Dank fürs Zuhören.

01:07:23: Tschüss und bis nächste Woche.

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