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#165: Stoff - gewebte Geschichte (Gast: Textilrestauratorin Christine Ziegler)

Shownotes

Christine Ziegler wuchs am Fuß des Wettersteingebirges auf. Alles Wichtige - wie Stricken oder Geschichtenerzählen - brachte ihr ihre Großmutter bei. Sie studierte, arbeitete als Hutmacherin und ist heute Restauratorin und somit Expertin für Fadenscheiniges und längst vergessene Handarbeitstechniken. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München und träumt von einem Schreibtisch mit Bergblick. Am liebsten im Blauen Land.

➡️ Christine Ziegerls Autorinnen-Website: www.tine-ziegler.de ➡️ Christine Ziegler aka Leonie Kramers Strikkrimis: https://www.madlfing.de/

Sabines Buch: Nähideen für gemütliche Stunden: https://amzn.to/3HMYvUJ

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Transkript anzeigen

00:00:07: Beim Nähen laufen alle Felden zusammen und genauso ist es mit diesem Podcast.

00:00:12: Herzlich willkommen zu näher dran, dem so simple Näh-Podcast!

00:00:17: Bei uns erfährst du alles über die besten Maschinen Materialien Selbstgenähte Mode Techniken Methoden Und Über Menschen Die ihre Zeit dem Thema Nähen In all seinen Facetten widmen.

00:00:30: Ich bin Sabine und auf meinem Blog So Simpel dreht sich natürlich Alles ums Nähen.

00:00:35: Schnittmuster, Anleitung, Nähvideos, Tipps und Inspirationen gehören für mich genauso dazu wie die Nähbücher, die ich schreibe.

00:00:43: Denn... denn Nähen verbindet nicht nur!

00:00:46: Es löst auch Probleme.

00:00:47: Ganz egal ob es ums Aufhübschen oder Reparieren geht, den Wunsch nach selbstgenähter Kleidung, die Wahl des richtigen Nähfüßchens, die Geschichte hinter einer speziellen Nähtechnik oder darum der Fast Fashion-Industrie beibei zu sagen Mit meinen Gästen spreche ich hier über Herausforderungen und wie man sie meistert.

00:01:08: Wir versorgen dich mit Infos und Text, die dein persönliches Näheleben reicher machen und dich auf neue Ideen bringen!

00:01:16: Also leg die Füße hoch, mach's dir gemütlich... ...und lass' dich von uns in die wunderbare Welt des Nähens entführen!

00:01:24: Wir wünschen dir

00:01:25: viel Spaß!

00:01:32: Hallo und herzlich willkommen zu näher dran dem so simple Näh-Podcast heute zum Thema Gewebe mit Geschichte.

00:01:40: Und ich habe einen Gast, der auf geheimnisvolle

00:01:45: Weise

00:01:48: das Thema Geweber mit Geschichte und Geschichten verbindet!

00:01:54: Mein Gast heute ist Christine Ziegler.

00:01:57: Hallo liebe Kryptine

00:01:58: Guten Morgen Sabine.

00:01:59: vielen Dank für die schöne Begrüße.

00:02:02: Sehr schön, dass du dabei bist.

00:02:05: Irgendwie hast du ja unterschiedliche Passionen und die reichen sich an der bestimmten Stelle die Hände.

00:02:14: Und manchmal sind die Händer auch eher blutfaschiert, könnte man sagen oder sie hinterlassen zumindest Fingerabdrücke.

00:02:23: Stimmt das so?

00:02:24: Ja, das ist sehr schön beschrieben.

00:02:26: Sehr geheimnisvoll!

00:02:28: Sehr geheimnisvoll.

00:02:29: Wir wollen mal dieses Geheimnis noch ein bisschen bewahren, können aber schonmal sagen dass wer den Videopodcast sieht der sagt vielleicht ah die Frau kommt mir aber irgendwie bekannt vor ist das nicht?

00:02:42: nein sie ist unter falschem Namen unterwegs.

00:02:45: Sabine hat gesagt ihr heißt Christine Ziegler aber eigentlich Ist das Leonie Kramer?

00:02:51: Ist mein wörterisches Pseudonym.

00:02:56: Also, wir lösen das jetzt mal auf.

00:02:58: Erzähl uns doch mal wer und was du bist!

00:03:02: Eigentlich bin ich Christine Ziegler und bin – also das ist das, was mich wirklich verbindet in allen Bereichen mit Textil- und Fäden unterwegs.

00:03:13: Also fäden spinnen sich durch mein ganzes Leben In meinem Beruf als Textilrestauratorin und eben auch im Schreiben, wo ich als Leonie Kramer bekannt bin ist der rote Faden das sich Grimis schreibt in denen immer mit einer anderen Textilentechnik gemordet wird.

00:03:32: Das hört man ja schon am Titel, ne?

00:03:35: Die heißen Wollwut oder Maschenmord, Zwirntod... Das vierte ist gerade erschienen.

00:03:42: Das

00:03:42: heißt Fadenkreuz.

00:03:44: Genau!

00:03:45: Kannst du mal zeigen, wie die aussehen?

00:03:47: Man erkennt sie auch sofort.

00:03:48: Fadenkreuz

00:03:49: heißt dabei das ist das ganz neue Buch und da

00:03:53: geht es

00:03:54: ums Sticken.

00:03:55: also die Mordwaffe ist diesmal das Sticken

00:04:01: Die Leute, die da unterwegs sind und die Morde aufklären.

00:04:04: Das ist der Madelfinger.

00:04:06: Genau!

00:04:07: Der Madelfingercrimi- und Handarbeitsclub.

00:04:09: Wahrscheinlich ist das so die Synthese meines Lebens, dass ich so handarbeitbegeistert bin also von textilen Techniken so begeistert Bin und andererseits sehr gern Schreib und das in meinem Krimi kombiniert habe.

00:04:21: Ich finde das herrlich.

00:04:23: Also wir haben schon einiges gemeinsam.

00:04:26: bei mir wird mehr geknuddelt und geküsst und vielleicht auch ein bisschen gehandarbeitet, aber bei dir wird er dann geboren.

00:04:36: Ich finde das sehr spannend!

00:04:38: Ich denke ich werde mir das eine oder andere abgucken bei dir.

00:04:45: Aber wir wollen heute ein bisschen in deinen anderen Beruf eintauchen.

00:04:51: Ich habe ja anmoderiert Gewebe mit Geschichte.

00:04:55: Wir wollen mal ein bisschen gucken.

00:04:57: Was ist denn, also was findet man denn wenn man so in der Zeit zurückgeht?

00:05:02: Was findet man an Textilien und Textile im Leben?

00:05:07: womit beschäftigst du dich in deinem Beruf.

00:05:12: Du hast ja im Münchner National Museum mit dem Bayerischen Nationalmuseum in München gearbeitet.

00:05:20: Schön groß nach München an dieser Stelle.

00:05:26: Da wollen wir einfach mal gucken, was ist so übrig geblieben vom Textilen Leben in der Menschheit.

00:05:33: Wie hast du gearbeitet?

00:05:34: Also ich stelle mir ja vor dass Du da den Stift und den Computer austauschen musst gegen anderes Arbeitsgerät oder

00:05:42: Ja zum Teil es ist.

00:05:46: Es ist natürlich auch viel mit Dokumentation verbunden letztendlich auch wieder viel am computer.

00:05:53: aber Natürlich die objekte an sich sind das Entscheidende.

00:05:59: Im Bayerischen Nationalmuseum ist es ja immer unterschiedlich, in welchen Museen man arbeitet.

00:06:03: also ich komme aus der musialen Restaurierung.

00:06:06: Es ist ein Unterschied ob man so aus dem Handwerk kommt wo Dinge einfach wieder nutzbar gemacht werden sollen und Ich komme aus den Bereichen wo es darum geht wo man Objekte eigentlich als eigentlich aus Zeitzeugen wahrnimmt und die Lesbarkeit von einem Objekt versucht, wiederherzustellen oder zu verstehen.

00:06:26: Es ist viel Forschung, es ist viel Konzeptentwicklung, viel technische Fragestellungen auch in viel Untersuchung.

00:06:34: Das ist das was am Computer ist.

00:06:35: aber es ist auch wirklich sehr, sehr viel am Objekt.

00:06:38: Genau!

00:06:39: Das heißt...es kommt was rein?

00:06:43: Es wird etwas gefunden Oder ihr habt was, ihr holt euch etwas aus dem Archiv?

00:06:48: Was noch nicht so untersucht ist.

00:06:50: Wie geht das?

00:06:51: Genau!

00:06:52: Das Bayerische Nationalmuseum hat eine sehr große Sammlung.

00:06:56: Man sieht im Museum ja immer nur die Spitze des Eisbergs.

00:06:59: Die meisten Objekte liegen im Depot... Und dann ist die Frage, gibt es eine Ausstellung wo man sich einen bestimmten Thema widmen will?

00:07:10: Gibt's ein Wissenschaftler der einfach was sehen will, was untersuchen will.

00:07:14: Gibt es Gäste also gibt´s wirklich ganz normale Besucher oder also die mähten sich an weil sie auch um Forschungsinteresse haben.

00:07:25: Dann solche Leute kommen und wir suchen Dinge raus und zeigen die.

00:07:29: Oder wir machen das wirklich für ne Ausstellung dass wir das Stück zeigen wollen.

00:07:35: Und dann geht's los, wir holen es aus dem Depot, schauen uns an welchen Zustand haben wir in welcher Form könnten wir es präsentieren?

00:07:43: und natürlich gehts auch um Material-Untersuchung Technik Untersuchung Beschreibung des Objekts und die ganze Konzeptentwicklung was man mit diesem Stück eigentlich zeigen kann.

00:07:57: Die Restaurierung manchmal wird so gedacht, dass es wieder eine Herstellung des ursprünglichen Zustands aber das ist es nicht.

00:08:04: Es geht schon auch darum den Alterungsprozess zu akzeptieren und auch zu zeigen.

00:08:10: also es muss nicht jeder Schaden repariert.

00:08:13: also reparieren und restaurieren sind zwei Paar Schulen.

00:08:17: wir versuchen dass ein Ausstellungsbesucher oder überhaupt jemand der das Stück betrachtet das wieder verstehen kann oder vielleicht auch einen geschlossenen Eindruck hat, optisch und sich wieder vorstellen kann was das mal war.

00:08:33: Sag mal ein Beispiel.

00:08:34: also wenn der jetzt die Stützstrümpfe von Ludwig XIV bekommt?

00:08:40: Das geht ja nicht!

00:08:41: Er war ja Franzose.

00:08:43: Ja genau, da haben wir wahrscheinlich...

00:08:48: Ich glaube er hatte auch noch gar keine Stütztrümpfe.

00:08:50: ich weiß es nicht

00:08:51: Doch doch die hatten Zeitenstrümpfen sehr schönes sehr feine.

00:08:56: Also die hat man tatsächlich aus der Zeit Strümpfe.

00:09:00: Wenn man solche Strümpfen hat und sie haben ein riesiges Loch, dann fliegt man nicht das Loch sondern hinterlegt vielleicht in der gleichen Farbe einen unauffälligen Stoff schließt es somit und kann das dann austellen.

00:09:13: Es ist also nicht der Anspruch Löcher fehlstellen unsichtbar zu machen.

00:09:19: Die Stücke dürfen durchaus zeigen dass ihr ein Leben hinter sich habt.

00:09:25: Ich habe mich also in der Vorbereitung des Podcasts gefragt, woran sieht man denn?

00:09:31: Also findet ihr da Blutspuren und treffen sich da deine Interessen wieder.

00:09:36: Dass du dann übernächst wer mag das gewesen sein, kann man da irgendwie noch die DNA isolieren oder so?

00:09:44: Hat er eine Gewalt hat?

00:09:47: Und was sind so?

00:09:50: die Spuren menschlichen Lebens, die da in den Geweben oder in den Gewürgen drinhängen?

00:09:55: Das ist natürlich... Vielleicht ist das wirklich der Anfang.

00:10:01: Dinge erzählen ganz viele Geschichten.

00:10:03: Man sieht viel über deren Nutzung.

00:10:05: zum Beispiel hatte ich mal ein Kleid an dem, also es war jetzt eher aus dem Trachtbereich, eher aus den bäuerlichen Leben und man hat diesem Kleid angesehen, dass es ganz, ganz viele Trägerinnen hatte also umgeschneidert wurde.

00:10:20: Also einmal, das war glaube ich oft ist es aus Brautkleid genutzt worden, man hat gesehen die Braut waren... Manche der Bräute waren schwanger und andere waren wesentlich schlanker.

00:10:28: da musste man's wieder enger machen.

00:10:30: dann haben wir sie weiter gemacht.

00:10:32: Das war dieses Kleid hat die Geschichte erzählt dass es über mehrere Generationen genutzen worden ist immer wieder verändert worden ist geflickt worden ist Und das sieht man natürlich an Stellen wo ein Stück eingesetzt worden ist Wo was repariert wurde, man sieht unterschiedliche Fäden.

00:10:50: Wir können auf die Fäde zeitlich ungefähr einordnen weil wir einfach weiß welche Fäder waren benutzt worden sind und das ist eigentlich ganz schön.

00:10:57: oder man sieht dann die erste Maschinennaut vorher nur Handnähte.

00:11:02: an solchen Sachen sieht man schon dass eine Geschichte erzählt wird.

00:11:05: also so kriminalistisch mit DNA oder so gehen wir eigentlich nicht.

00:11:10: Ich habe gerade Gänsehaut bis in die Zehenspitzen, während du erzählt hast.

00:11:15: Das war so spannend weil natürlich kann man sich vorstellen all diese vielen unterschiedlichen Frauen über Generationen aber auch die Wertschätzung diesem Textil gegenüber dieser Tracht gegenüber das finde ich ist was ganz besonders Schönes

00:11:35: Auch oft als der Not heraus, daran sieht man auch wie wertvoll Textilien waren.

00:11:41: Man konnte die nicht einfach so wie wir jetzt wegwerfen und neu uns ganz locker und einfach kaufen, sondern Dinge sind wirklich weitergetragen worden und geradezu aufwendige Dinge wie eine Tracht ist ganz, ganz oft weitergegeben

00:11:53: worden.".

00:11:55: Hat ja auch den Vorteil dass dann kein Formalde-Wüt oder kein PFAS drin ist, als wenn wir uns jetzt beispielsweise in irgendeinen Scheiß bestellen, ganz ehrlich!

00:12:06: Also jetzt hat man diese Tracht vor Augen.

00:12:09: Ist das so, dass in deinem Job oder in deine Beruf sehr viele Trachten... also ich stelle mir halt vor, Bayerischen Nationalmuseum da wird auch, oder in Bayern wird ja auch Tracht noch sehr gepflegt.

00:12:25: Es gibt diese Trachtenberatungstellen und arbeitet ihr da zusammen?

00:12:31: Wie läuft so was, was passiert?

00:12:32: Das

00:12:33: hängt immer sehr von der Sammlung ab in der man arbeitet.

00:12:36: Das Bayerische Nationalmuseum hat tatsächlich eine eigene Drachtenabteilung wo lange gesammelt worden ist und auch noch aktiv gesammlt wird.

00:12:46: also man beobachtet auf die jetzige Entwicklung der Dracht weiter weil das ist ja eigentlich auch ganz spannend dass es ja nichts was stehen bleibt.

00:12:54: also die Entwicklung dieser Bekleidung.

00:12:56: jetzt sieht man das.

00:12:57: allein schon Das Oktoberfest ist es ja wieder sehr präsent geworden, aber die Trachten, die da sich entwickeln sind nicht mehr sehr ursprünglich.

00:13:09: Also da entwickelt sich so ein eigener Trend... das wird beobachtet.

00:13:15: ich weiß gar nicht wie viel inzwischen gesammelt wird, aber einfach auch dokumentiert durch Fotos oder Prospekte, die man sieht.

00:13:23: Die Sammlung, die wir haben ist im Moment... Also ich arbeite nicht mehr bei der Nationalmusik.

00:13:29: Ich habe meine Ausbildung gemacht und lange gearbeitet aber im Moment bin ich eher dem Streiten zugewandt.

00:13:36: von daher bin ich nicht mehr in BNM aber es ist wenig ausgestellt.

00:13:39: Aber die Sammlungen sind sehr groß.

00:13:42: Das ist immer so was, dass man immer nur eine Spitze sieht.

00:13:45: Weil das Bayerische Nationalmuseum eben auch noch viele andere Dinge zeigt.

00:13:50: Wandtäppig hier, andere Bekleidungen... Also das ist sehr vielfältig dieser Beruf.

00:13:58: Man kann ja irgendwie nicht so runterbrechen, dass es einfach nur an die Materialgruppe gebunden, aber jetzt nicht an den Poche oder... Von dem her ist es immer schwierig.

00:14:09: Ich habe tatsächlich, obwohl wir so eine große Sammlung haben, nicht viel mit Trachten gearbeitet – immer mal wieder wenn irgendwas angefragt war oder so – aber generell eher mit höfischer Kunst.

00:14:23: Mit höfischen Kunst?

00:14:24: Ja, ich komme da gleich zu!

00:14:27: Aber ich fand das sehr spannend, dass du eben gesagt hast, wir gucken uns auch an wie sich tracht.

00:14:32: weiterentwickelt, denn da gibt es verrückte und moderne und interessante und nachhaltige Sachen auf.

00:14:40: Ich habe zum Beispiel die Samrajanin Müller kennengelernt, sie nennt sich

00:14:44: Trachten-Pak.

00:14:47: Und die macht so trachtenartige Kopfbedeckungen zb.

00:14:53: aus alten Kronenkorken, aus Tablettenblistern, aus Flaschenverschlüssen... Also wirklich Super ästhetisch, sehr trachtig.

00:15:05: Aber auch was das Wachründeln kann finde ich also da gibt es oder auch schmuckmächtig Da gibt's ein ganzes Spektrum an Sachen der sich dafür interessiert.

00:15:16: Also guckt gerne mal bei Trachtenpank auf Instagram und schaut euch das Mal an Jetzt erzähl mal Ich habe dich eben unterbrochen.

00:15:24: wo gehts lang?

00:15:26: Du meinst mit der Pracht Wo es langgeht ja keine.

00:15:31: Was dir so in deinem Berufsalltag?

00:15:34: Du hast eben gesagt, höfische Dinger.

00:15:38: Ich habe sehr viel mit Tapissarien gearbeitet.

00:15:41: Das sind diese sehr großen Wandtäpiche.

00:15:45: Die wahrscheinlich viele immer mal in Burgen oder Schlössern als Wanddekoration gesehen haben.

00:15:51: Mit denen habe ich sehr, sehr viel gearbeitet auch mit Bekleidung aus dem achtzenden Jahrhundert.

00:15:57: Oder mit sehr frühen Teppichen, oder Paramente.

00:16:06: Das ist Bekleidung in den Kirchen, also die Priester tragen.

00:16:11: Da ist die Sammlung sehr groß.

00:16:13: Das sind die Dinge, die sich erhalten haben.

00:16:15: Es ist natürlich auch immer so ... Die Alltagsgegenstände sind von den Menschen genutzt worden und gerade bei Textil aufgetragen worden.

00:16:24: Viel ist uns nicht erhalten.

00:16:26: Also nur manche Gerade im Alltagsbereich und sind dann eher die Dinge erhalten worden, die außergewöhnlich waren.

00:16:32: Die in Kirchen oder eben auch beim Adel bewahrt worden sind.

00:16:40: Bei den Trachtens ist es auch nur so ein kleiner Bereich der übrig geblieben ist, weil normalerweise ist Textil einfach genutzt worden anders als jetzt gemeldet.

00:16:52: Diese Wandhäppiche?

00:16:54: Was hatten sie für eine Funktion?

00:16:56: war das Schmuck?

00:16:58: Wahrscheinlich auch in gewisser Weise, vielleicht von diesen kalten Wänden auch sehr angenehm.

00:17:04: Aber primär waren die Schmuck- und Repräsentationen.

00:17:09: Und die wurden aufbewahrt oder die werden wiedergefunden?

00:17:14: Dann kommen sie, werden sie zusammengerollt und kommen zu euch?

00:17:18: Genau!

00:17:18: Die sind sehr wertvoll, waren Sie immer.

00:17:20: Also es sind auch sehr gut gepflegt worden.

00:17:23: Meistens... also natürlich nicht immer, das sind bestimmt auch viele kaputt gegangen Aber die waren in der Anschaffung schon sehr teuer und so sind sie auch aufbewahrt worden.

00:17:33: Manchmal sehen wir schon, dass Dinge, also Wandhäppiche immer mal wieder zu Kissen verarbeitet werden oder sowas wenn die in einem sehr schlechten Zustand sind.

00:17:43: aber es ist... Die ganz wertvollen Stücke sind auch oft wirklich gut überliefert.

00:17:49: Wir rollen die auf ganz großen Durchmessern oder stellen sie aus Wir stellen die auch nicht mehr hängend aus, dass sie das ganze Gewicht an der oberen Kante haben sondern so leicht schräg.

00:17:59: Wenn man das mal in so einer Ausstellung sieht, dass die auf dem textilen Untergrund liegen, der bremst die so ein bisschen und dass die nicht rutschen.

00:18:06: Und wir versuchen, dass ja das Gewicht des Teppichs etwas verteilt wird um den Zuschonen in der Ausstellung.

00:18:12: Wir hängen die nicht mehr an fünf Nägel an die Wand!

00:18:16: Die sind ja schwer, woraus besteht so was?

00:18:20: Das ist Wolle.

00:18:21: Also Wolley teilweise sind es ja auch Goldfäden dabei, ja Leinenketten also das sind sie.

00:18:30: Aber Was kann da passieren?

00:18:32: Also sind das Motten die da rum wuseln?

00:18:37: Ja Motten der Feind aller Handarbeiter.

00:18:42: Wir haben Textile, Restaurants und Motten.

00:18:44: Das sind ein riesiges Thema.

00:18:45: Motten und Mäuse.

00:18:46: Auch Mäusen wenn sich da irgendwie ein Nest bauen machen natürlich riesige Schäden.

00:18:52: Sowas sehen wir auch tatsächlich immer wieder.

00:18:54: Und das andere ist natürlich die Gewichtsverteilung Das Löcher entstehen, das Stellen einfach aufreißen.

00:19:01: Und dann gibt es auch so Sachen, dass manche Färbungen problematisch sind und manche Farben ausfallen.

00:19:07: Wie zum Beispiel Dunkelbraun ist manchmal sehr schwierig.

00:19:10: Da sieht man dann große Fehlstellen.

00:19:11: da fehlt die Wolle also die ist einfach kaputt gegangen.

00:19:15: durch Lichtschäden, durch andere Alterungseinflüsse bröselt sie dann zu richtig weg.

00:19:24: Was ist das für ein Brauen?

00:19:30: Die Beizen sind manchmal sehr schwierig oder sie sind mit Eisen, oder mit unterschiedlichen Mithallen gefärbt.

00:19:37: Also sowas kann sehr kritisch werden.

00:19:40: Diese leuchtenden Farben die wir heute kennen... Die sind noch nicht so lange so im Gebrauch.

00:19:50: Nein, die sind nur nicht so lang gebraucht diese ganzen Chemiefarben, die wir jetzt kennen.

00:19:55: Früher ist halt wirklich mit natürlichen Farben gefärbt worden Mit Rinden, mit Galläpfeln, mit ganz exotischen Pflanzen, mit kleinen Lösen oder was weiß ich.

00:20:07: Man konnte auch sehr schöne Farbtöne erzeugen Das muss man schon sagen, aber es war wesentlich schwieriger und für die Faser eben unterschiedlich belastend.

00:20:17: Also auch so etwas wie diese Cochinelleute?

00:20:19: Genau!

00:20:20: Die kleine

00:20:21: Lausenläufe, die so schön rot ist.

00:20:25: oder es gab diese Purpur-Stecken, die türische oder so... Wie hieß sie so?

00:20:33: von denen man, ich glaube da findet man heute noch Gehäuse im östlichen Mittelmeerraum verteilt an den Meeresäumen.

00:20:43: Weil da wirklich für ein Gramm, weiß ich nicht, zweihundertfünfzigtausend Schnecken oder so gemäuchelt wird.

00:20:50: Genau

00:20:50: wahnsinnig wertvoll und ja auch teilweise nur einem gewissen Stand erlaubt diese Dinge zu tragen, zu nutzen.

00:20:57: Man hat ja gerade Puppe für Papier verwendet oder so, also für Perkament zum Verben aus Farbe teilweise.

00:21:04: Also wahnsinnig wertvoll!

00:21:06: Es waren die königliche Farben letztendlich?

00:21:09: Ist das sowas wo du denkst, ah guck mal, das könnte von der Purpur-Schnecke sein, schließe ich daraus dass es irgendwas Königliches gewesen ist?

00:21:20: Ja wenn man auf purpur trifft, ist einem klar, dass das unwahrscheinlich wertvoll war und davon höher gestellten Persönlichkeiten genutzt worden ist.

00:21:28: Anders sieht man das nicht.

00:21:30: Gehst du dann von vornherein auch mit einer anderen gedanklichen Voraussetzung dran, also dass du dann anfängst in die Richtung zu gucken wo kommt das her?

00:21:42: Wie gehst du denn vor?

00:21:43: Also gehen wir doch mal davon aus!

00:21:45: Du kriegst so ein Läppchen.

00:21:47: Ja...

00:21:50: Wir

00:21:50: arbeiten immer zusammen mit Kunst Historikern Die Kunsthistoriker, die eigentlich für die wissenschaftliche Auswertung zuständig sind und wir auf der Materialebene können natürlich viele Hinweise geben.

00:22:02: durch Untersuchungen welches Material war haben wir wie ist es verarbeitet welche Technik wurde genutzt.

00:22:09: Das ist so der Rasteratorenanteil und dann wirklich sehr am Objekt.

00:22:14: Was können wir tun, um es besser wenn das total zerknült ist?

00:22:17: Wenn das jetzt ein Läppchen ist was total verherrte zerknüllt ist.

00:22:21: Wie können wir das schaffen dass wir das wieder flach kriegen... Können wir es schaffen, ohne es kaputtzumachen?

00:22:28: Das ist natürlich auch so eine Frage.

00:22:30: Du gehst da nicht einfach mit den Bügelreisen drüber weil das könnte sein dass das Ding dann tatsächlich in seine Bestandteile oder zu Staub zerfällt.

00:22:37: Je

00:22:37: nachdem aus welcher Zeit das ist oder in welchem Kontext das gefunden worden ist bis das jetzt in der Kiste gefunden wurde ist das aus dem Graub.

00:22:45: also ist das ein Fund den man quasi in der Krypta oder so gefunden hat gehen wir ganz unterschiedlich vor.

00:22:52: Also oft Versucht man dann erst mal das langsam irgendwie an das Klima anzupassen.

00:22:57: Das ist auch so, wenn es jetzt aus einem sehr trockenen Klima kommt muss man das sehr, sehr langsam leicht an ein normales Raumklima bringen.

00:23:06: Es muss man sich ja gut überlegen wie feucht man das wirklich machen will?

00:23:10: Kann man sich vorstellen das überhaupt ganz feucht zu machen und dann vielleicht nass auszulegen?

00:23:15: oder glaubt man da geht gar nichts mehr?

00:23:17: also man muss sich das genau anschauen weil es kann auch sein dass einem das völlig zerbröselt je nachdem wie abgebaut die Fasern sind.

00:23:24: Hast du mal irgendwie einen Eindruck für uns, wie so ein Stoff-Läppchen aussehen?

00:23:30: kann das dann bei euch landen?

00:23:32: Das

00:23:32: kann so ein ganz verklebtes braunes Knöllchen sein.

00:23:36: Hast Du ein Bild oder sowas?

00:23:37: Ein

00:23:38: Bild habe ich jetzt von sowas leider nicht da.

00:23:40: Das ist natürlich die Dokumentationen sind auch immer im Eigentum des Museums.

00:23:49: Und wo dieses läppchen besagtes Läppchen gefunden wurde, das wird dokumentiert.

00:23:57: Wann das gefunden wurde?

00:23:59: Von wem in welchem Zustand das war und irgendwann wenn du mal oder wenn ein Restaurateur eine Restauratorin einen guten Tag hat und hat mal Zeit dann geht sie ins Eichhieb zu stellen ich mir das vor und denkt sich heute bist du dran kleines Läbbchen.

00:24:18: Das ist also unterschiedlich aus welchem Kontext Dinge stammen, wenn die natürlich schon mal im Museum sind.

00:24:25: Dann kann es sein dass sie einfach auch so irgendwo haben lagen.

00:24:30: kommt jetzt das wie aus einer archäologischen Graubung wo Wo man auch immer mal wieder Textil auftaucht, arbeitet man sehr schnell.

00:24:39: Weil man weiß dass die Befunde nicht lang möglich sind weil die Sachen oft so abgebaut sind das man dann nicht im Jahre warten kann bis man sie untersucht wird.

00:24:48: natürlich wie immer eine Frage des Geldes und ob wir genügend Personal haben Wie schnell man einfach reagieren kann.

00:24:55: Ganz oft, also gerade wenn man auf die archäologischen Graubungen geht es wird nicht viel Textil gefunden.

00:25:02: Man kann in den Graubon mal was finden, wenn gute klimatische Verhältnisse waren.

00:25:07: Sonst in der Erde sieht man oft nur noch die Abdrücke und die Ab drücke werden leider oft nicht gesichert und nicht gesehen.

00:25:15: Also oft werden sie noch fotografiert.

00:25:18: Optimal ist natürlich manchmal, wenn man sie auch abgießen kann oder so weil Das ist eigentlich sehr spannend.

00:25:25: Wenn das ganze Textil vergangen ist, kann man trotzdem noch Befunde erstellen.

00:25:31: Was heißt Abdrücke?

00:25:32: Also so was wie ein Faltenwurf von irgendeinem... Ja oder

00:25:36: wirklich an einem Gürtel?

00:25:38: oder wenn man sieht, man findet eine Gürttelschlese, kann oft dann schon in der Erde den Abdruck sehen, wie es weiter ging.

00:25:46: Manchmal.

00:25:49: Aber da muss man natürlich wahnsinnig genau graben!

00:25:53: Das ist aber die Frage, ob da genügend Geld da es so langsam arbeiten zu können.

00:25:58: Sollen

00:25:59: wir das mal den Archäologen sagen?

00:26:01: Die

00:26:01: wissen das eigentlich schon, aber letztendlich ist es auch die Frage in welcher Zeit man gräbt, ob man was erwartet oder nicht.

00:26:10: und auch nicht jeder Pfund ist gleich interessant.

00:26:16: Vieles sind solche Massen, die können wir nicht so bearbeiten.

00:26:22: Aber manchmal, wenn man so herausragende Funde hat ist es ganz spannend die zu ganz langsam sich anzuschauen.

00:26:30: Erzähl mal von so einem herausragenden Fund.

00:26:32: also was?

00:26:34: Hat dich mal irgendwas ganz besonders gefesseln?

00:26:37: Archäologisch in der Grabung war ich tatsächlich nie dabei.

00:26:40: Ich habe dann immer nur die Stücke schon gekriegt, wenn sie gesichert waren Wenn's ganz schlimm ist muss mir die auch manchmal trinken dass die nicht völlig zerbröseln.

00:26:51: Das ist ein mühsamer Bereich, aber das hat auch die Frage in welcher Zeit arbeitet man?

00:26:59: Man kann Graubfunde haben sechzehntes Jahrhundert oder so wo die Sachen noch gut erhalten sind, wo man wirklich noch die ganzen Kostüme sieht.

00:27:09: Also das Bayerische Nationalmuseum besitzt zum Beispiel einen sehr umfaßenden Fund, es ist lauinger Gruft und da sieht Wirklich die Bekleidung noch relativ vollständig, also der Menschen, die dort bestattet worden sind.

00:27:28: Also das hat man natürlich auch... Die sind farblich alle, da sind die Farben nicht messigbar.

00:27:33: Die haben alles so ein mittleres braun bis dunkelbraun durch die Graubatmosphäre.

00:27:39: aber man sieht wirklich noch die Mode der Zeit.

00:27:44: Warte mal, von wann ist das da?

00:27:47: Ich

00:27:48: glaube die Laugen

00:27:49: sind sechzehntes.

00:27:52: Also fünfzehnhundert Schießen mit

00:27:53: Brot.

00:27:56: Okay und es war feucht, es war dunkel.

00:28:02: also die Farben sind verschwunden aber das Textil an sich ist noch... Das hatten die Bestatteten dann an!

00:28:11: Ist

00:28:11: versprüdet?!

00:28:12: Genau, das hatten die an.

00:28:13: Mit dem sind sie bestattet worden.

00:28:15: Es

00:28:16: ist ganz hart!

00:28:18: Also es hat nicht mehr die Sextur, die wir gewohnt sind aber ist noch gut erkennbar und hat natürlich auch Fehlstellen.

00:28:28: Aber man kann sie noch gut sehen.

00:28:32: Und die habt ihr wieder so zurechtgebracht?

00:28:36: Das war vor meiner Zeit.

00:28:40: Bevor ich im Museum gearbeitet habe Die Hoben und auch bearbeitet wurden, sind damals auf Puppen wieder montiert worden.

00:28:52: Und die standen immer im Depot.

00:28:55: von dem her kenn ich sie.

00:28:58: War ein riesiger Fund also war eine ganze Familie.

00:29:03: Also ihr habt in Kostüm oder Kleidung einer gesamten bestatteten Familie

00:29:09: da?

00:29:09: Genau!

00:29:12: Aber die sind nicht alle zur selben Zeit bestanden

00:29:14: worden?

00:29:14: Nein, nein.

00:29:14: Nein, nacheinander, genau.

00:29:16: Und ich glaube es gab mal Umba-Maßnahmen und da ist diese Gruft eben geöffnet worden und ist auch dann wissenschaftlich ausgerätet worden.

00:29:27: Ist das Tracht?

00:29:28: Ist das Alltagskleidung

00:29:30: oder ist

00:29:30: das

00:29:31: nur Sonntag?

00:29:32: Das ist wirklich...

00:29:35: Von wo ist das?

00:29:36: Also irgendwo in Bayern?

00:29:38: Ja, doch dass das das Bayerische Nationalmuseum wissen.

00:29:41: Haben wir quasi nur Bayerisch.

00:29:44: Also immer einen Zusammenhang zu Bayern und das liegt im Fall.

00:29:49: Okay, du hast... Ich muss mich mal kurz sammeln!

00:29:58: Man kann sich das natürlich wunderbar vorstellen und ich finde wenn man Kleidung sieht dann kann man sich auch so in die Lebenswelten ein bisschen reinversetzen.

00:30:09: oder geht dir das auch so?

00:30:10: Absolut

00:30:11: Ich glaube, das ist das Objekte-Erzählengeschichten.

00:30:14: Also diese Gegenstände erteilen wirklich Geschichten und im Kopf.

00:30:17: wenn wir das sehen entstehen die ja auch bei uns.

00:30:22: Das ist der Grund warum wir uns mit diesen Dingen beschäftigen.

00:30:27: Gibt es so einen Fund oder ein Stück?

00:30:30: Dass bei dir besonders viel Geschichte in den Kopfkino hat ablaufen lassen?

00:30:39: Eigentlich ist es bei jedem Stück also... Kein Stück, das keine Geschichte erzählt.

00:30:45: Erzähl mal von einem!

00:30:47: Ich habe als Junge Restauraturen bei uns kommen immer wieder Leute ins Museum gekommen die ihre Stücke dabei haben.

00:31:00: es gibt immer so eine Sprechstunde wo man das her zeigen kann und dann wollen sie auch beraten werden was wir jetzt mit dem machen können.

00:31:10: alter Herr, der mit einem Teppich kam.

00:31:13: So genau das passiert ist dass alle schwarzen Knoten ausgefallen waren war ein Knüpfteppich.

00:31:20: und dann hat er gemeint was man denn da machen kann.

00:31:22: weil er hat bisher nämlich sich einen schwarze Edding gekauft und hat diese Helikettfäden immer schwarz gemacht weil ihnen das wahnsinnig gestört hat weil es natürlich den optischen Eindruck des Teppigs stört wenn das was eigentlich Schwarz sein soll im Muster plötzlich so beige hell ist.

00:31:39: Und er hat es und ich hab dann nur gemeint, dass das nicht der Weg wäre mit dem Adding.

00:31:45: Ich habe damals einen Teppich von ihm bearbeitet, den er mir gezeigt hat, der wirklich sehr schön war.

00:31:50: Und ich hab ihn damals mit meinem Mann zurückgebracht weil für ihn alles so beschwerlich war.

00:31:56: Dann kamen wir in dieses Haus!

00:31:59: Der hatte eine riesige Teppig-Sammlung gehabt.

00:32:01: Er war lang Einkäufer für ein Teppighaus und ist wirklich... Also der ist gereist.

00:32:07: Also ich glaube, der ist die ganze Seidenstraße abgereist und wurde ja überall wahr.

00:32:12: Und er hat nicht nur teppische Gesammel, sondern auch Kashmir-Schals.

00:32:18: Diese Schals waren ganz, ganz beliebt so in der Zeit vom Napoleon schon.

00:32:23: Das sind ganz feine gewebte Schals mit einer Musterung eben oft aus der feinen Kashmirwolle.

00:32:30: Ist nicht mehr das was wir jetzt als Kashmirschal kennen, sind ganz viel gemustert!

00:32:35: Also in wahnsinnig aufwendig gewebt.

00:32:38: Und ich hatte so einen mal im Museum bearbeitet und der hat mich fasziniert, also der war unwahrscheinlich schön.

00:32:44: Dann komme ich zu dem rein und er macht seinen Schwank auf und es liegen fünfzig Schalsterinnen!

00:32:50: Und er kannte zu jedem die Geschichte, er wusste aus welchen Dörfern das sind wie alt sie sind.

00:32:56: oft sind die ihm zu den Teppichen geschenkt worden weil die Bevölkerung die nicht mehr sehr geschätzt hat Eine Schatzdruhe, die sich von mir geöffnet hat.

00:33:06: Es war ganz großartig und er hat mir wirklich alle Geschichten dazu erzählt.

00:33:10: Ich glaube wir waren da ein bisschen spät in der Nacht wieder gefahren Und es war großartige

00:33:18: Wie fasziniert oder wahrscheinlich auch die Menschen die man da trifft mit ihren Beweggründen?

00:33:23: Warum sie solche Dinge sammeln.

00:33:26: Sammler treffen ist immer ganz was Besonderes.

00:33:29: Ich sammel gar nicht, also ich gehöre nicht zu den Sammlern weil ich mich immer so verpflichtet fühle diesen Objekten.

00:33:36: aber Sammlers sind teilweise total verrückt.

00:33:39: Du sag mal, du hast jetzt eben gesagt das ist Kashmir gewesen.

00:33:42: Wie findet man denn überhaupt das Material raus?

00:33:46: Wenn du so ein zerknültes Dingelchen findest.

00:33:49: Unter Mikroskop kann man eigentlich des meistens entscheiden also außer die Phase ist wirklich... Also man kann natürlich alle so cellulose Phasen sehr leicht unterscheiden.

00:33:58: und sonst jetzt zu den Die wollen, also ob es jetzt cashmere ist oder so sieht man oft an der Struktur dieser kleinen Schöpfchen die da oben sind und wie dieser Kanal in der Mitte ausschaut.

00:34:09: Also das kann man... Es gibt viele Vergleiche.

00:34:13: Also schaut mal sich unter dem Mikroskop an.

00:34:16: Aha okay!

00:34:17: Und jetzt Wir haben vorhin von diesem Zerknüllten, wie hast du Wartemaldung?

00:34:24: Wie hast du das genannt?

00:34:25: versprüht hat.

00:34:26: Versprüht

00:34:26: ist ja wenn es so ganz verratet ist und man das Gefühl hat wenn man das jetzt knickt dann bricht es.

00:34:33: wir haben also so ein Läppchen.

00:34:37: aber woher weißt Du denn oder weißt du das überhaupt was das mal war?

00:34:43: nicht unbedingt wenn man überhaupt keinen Kontext hat.

00:34:46: Es ist natürlich schwierig.

00:34:47: Also kann sein dass man sieht dass man vergleichstück gehabt und weiß was es ist.

00:34:54: Aber wenn man kann sein, dass das auch nicht weiß.

00:35:01: Gibt

00:35:01: es denn die Möglichkeit oder gibt's so Anhaltspunkte wo du sagst also wenn das auf meinem Läppchen zu sehen ist?

00:35:10: Dann gehört es wahrscheinlich zudem

00:35:12: Ja klar wenn er jetzt eine Stickerei drauf hat oder so eine Webtechnik.

00:35:17: Wenn man so eine Technik sieht, wo man sich denkt, das könnte aus deren derzeit stammen.

00:35:22: Man sucht schon nach Anhaltspunkten, dass man es einordnen kann.

00:35:28: Wenn das aus dem Kunsthandel kommt und man keine weitere Info hat ... Aber ist es wie bei Gemeinden?

00:35:33: Ist auch bei Objekten sehr wichtig, dass wir so ne Herkunft hat, also so ne Provenience und Nachvollziehen kann, wo das gefunden worden ist, wer das mal besessen hat.

00:35:44: Das ist genauso spannend.

00:35:48: Das heißt, du würdest zum Beispiel auch auf Handelswege schließen können wenn du ein bestimmtes Material siehst?

00:35:55: Also man weiß jetzt

00:35:57: z.B.,

00:35:57: auch wenn man frühe Seidenstoffe hat die oft noch mit Kaligrafie oder so beschriftet sind kann man davon ausgehen dass die über die Seidenstraße zu uns gekommen sind.

00:36:11: und da wenn die irgendwie andere Schriftzüge haben Kann man das natürlich gut nachvollziehen, wo die hier sein könnten.

00:36:20: Ja und so den Stand der Kultur?

00:36:24: Also kannst du da was zu sagen.

00:36:28: also wie weit war die Kultur aus der jetzt dieses Läppchen stammt?

00:36:34: Das ist immer interessant dass ja die Textile Technik viel über den Kultur... Das ist immer so eine blöde Beurteilung, finde ich.

00:36:48: Aber natürlich kann man sehen welche Geräte genutzt worden sind, welche Webstühle vielleicht schon benutzt worden sein.

00:36:59: Also für die Technisierung kann man eigentlich sehen.

00:37:02: Kulturstufe finde ich ja ganz schwierig aber man sieht schon mit wie weit also so die technische Entwicklung vielleicht auch das Webstuhl war.

00:37:15: Ja, da gab es ja während der Zeit der Aufklärung... Also ich glaube Hertha hat dann aufsatzgeschrieben, also wie die Kultur sich entwickelt und dass primitive Kulturen irgendwann auf die europäischen Kulturensicht hochleveln müssen.

00:37:29: und sowas sehen wir natürlich alles nicht so.

00:37:31: Also jede Kultur und jeder Stand der Kultur hat seine Berechtigung.

00:37:36: aber man sieht natürlich haben die mit der Hand gewebt, hatten sie schon Webstühle aus nach industrieller Zeit.

00:37:46: Das sieht

00:37:47: man natürlich.

00:37:51: Okay und von da könntest du dir auch vorstellen wie hat so ein Webstuhl ausgesehen zum

00:37:59: Beispiel?

00:38:00: Man kennt viele noch, viele werden noch genutzt.

00:38:10: da ist eigentlich die Forschung relativ weiter.

00:38:12: Also so was Webstudio angeht, haben wir jetzt ziemlich genau vorstellt.

00:38:17: Okay.

00:38:19: Kannst du sagen wie alt das älteste Stück war an dem Du gearbeitet hast?

00:38:23: Ich glaube tatsächlich dass es ein egyptischer Fund war, dass es eine Immunienbünde war.

00:38:32: Die nicht genau bestimmt waren ist ich weiß jetzt nicht weil sie zweitausend Jahre alt oder also das ist glaube ich so das was mein ältester.

00:38:39: Und

00:38:41: wie hat die ausgewählt?

00:38:42: Es war so ein zerknültes irgendwas.

00:38:43: Also das war genau... Das war ja mal in Europa relativ schick, Mummien auszuwickeln und aus so einer Wickelaktion, glaube ich, hat sie auch gestammt.

00:38:56: Das war dann eine ganze Tüte mit Muminbindel.

00:39:03: Ne, die wurden gehandelt in Europa.

00:39:06: Ich meine im neunzehnten Jahrhundert da hat man in Ägypten Mumien ausgebuddelt, hat sie nach Europa verschifft und dann wurden die in den Salons ausgewickelt und dann hat man sich angeguckt... Manchmal wurden die auch als Ganzes noch ausgestellt in irgendwelchen Salons, in ihren Sarkophagen In England war das glaube ich sehr beliebt.

00:39:30: Das war so eine richtig tolle Abendveranstaltung, wenn man das gemacht hat.

00:39:35: Und wie du sagst entweder man hat sie ausgestellt oder man hat sich ausgewickelt weil es natürlich auch spannend war.

00:39:41: da waren ja auch immer wieder einzelne Amolette oder sowas eingewickelt.

00:39:44: also das war wirklich Trend der Zeit und ich bin mir nicht sicher wir haben das irgendwann mal im Museum ist das bei uns abgegeben worden Und das war wirklich eine ganze Tüte und wir sind davon ausgegangen, dass es genau so in der Aktion war.

00:40:01: Aber wir hatten weniger Infos dazu.

00:40:02: Ich glaube nicht

00:40:05: irgendwie oder?

00:40:07: Also ich meine wer da eingeladen war zu einer Abendschneidung, der hat es geschafft.

00:40:13: Wer

00:40:13: gehört dazu?

00:40:14: Ich werde nicht eingeladen!

00:40:15: Ja

00:40:15: ich bin auch ganz froh, ich möchte keine Memo-Mirnauswecken.

00:40:20: Aber was ich mir vorstelle, es gab doch dann der Fluch oder so etwas.

00:40:28: Es ist ja nicht unproblematisch mit solchen Materialien umzugehen weil da Schimmel, Krankheiten... Was kann einem da begehen?

00:40:41: Bist du damit Mundschuss unterwegs?

00:40:43: Ja, tatsächlich.

00:40:44: Also auch wenn man in so Fun-Situationen kommt wo man davor ausgehen muss... Das Pestkohl!

00:40:53: Genau.

00:40:53: also da ist man tatsächlich vorsichtig und lässt es auch vorher untersuchen ob da irgendwas zu finden ist gerade auch in der Gruft oder so die zur Pestzeit belegt worden ist.

00:41:04: Ist mir wirklich sehr vorsichtig.

00:41:06: Also arbeitet mit Mundschutz.

00:41:07: Die Stäube, ich meine es ist generell so ein Thema dass man mit Stäuben eh aufpassen soll und auch Stäuberein zu atmen egal ob jetzt da irgendwelche Schimmelpilze dabei sind oder nicht, ist ja auch schon nicht gesund.

00:41:22: also mal versucht um Arbeitsschutzer schon inzwischen wesentlich vorsichtiger vorzugehen.

00:41:29: Also das wissen die Leute im Ruhrgebiet sehr gut, da gab's die Bergmannslunge glaube ich wo immer wieder, also wo Staub während der Arbeit eingeatmet wurde.

00:41:41: Die hat man vielleicht schon mal ein Tuch über den Mund meistens keins und das führt dann zu Verhärtungen in der Lunge Und die Lunge kann sich einfach nicht so ausdehnen wie sie es normalerweise tun würde.

00:41:56: Genau Wenn ihr so ein Läppchen... also du merkt schon, ich sitze praktisch.

00:42:05: Ich kann mich von diesem Läpfchen nicht.

00:42:12: Könnt ihr da bestimmen oder bestimmt ihr dann auch irgendwelche... Also manchmal findet man ja Pflanzenbestandteile oder sowas.

00:42:19: Guckt ihr euch sowas

00:42:21: an?

00:42:22: Man kann sich diese Untersuchungen durchaus dazuholen.

00:42:27: Das sind dann absolut die Spezialisten, die das machen.

00:42:30: Da ist halt die Frage, gibt es ein Interesse daran zu untersuchen oder nicht?

00:42:37: Das muss man immer hinschmecken.

00:42:39: Weil

00:42:39: das ja auch was kostet!

00:42:41: Und die Frage ist ja auch immer, was bringt uns diese Antwort?

00:42:45: Also wenn mein Konzept entwickelt wird, muss man natürlich auch solche Fragestellungen sich gut überlegen, welche Untersuchungen sind sinnvoll und was interessiert mich in dem?

00:42:59: Das heißt, wenn man jetzt eure Familiengruff da ausbuddelt dann ist es nicht unbedingt von Belangmann zu welcher Jahreszeit.

00:43:08: Da könnte man ja Birkenpollen oder Haselpollen, oder Gräserpollen und sonst irgendwas empfinden oder Kerzenwachs vom Weihnachtsbaum.

00:43:20: Es ist nicht unbedingt von Belang.

00:43:22: Wann ist derjenige?

00:43:23: Genau,

00:43:23: es ist nicht von Belangen und man hat bestimmt auch die Termine.

00:43:27: Also aus der Zeit habe man natürlich in Kernbüchern oder so kann man nachvollziehen wann genau die bestattet sind und wann die bestätigt sind.

00:43:34: Das heißt

00:43:36: du hast nicht nur eine Quelle!

00:43:37: Da

00:43:37: muss mal schauen welche anderen Quellen man hat ob man nur das Objekt hat oder ob man einfach noch andere Quellen nutzen kann.

00:43:44: Wie einem was dazu erzählen und das ist schon oft so.

00:43:48: Aber dass da jetzt DNA isoliert wird und ihr sagt, die waren möglicherweise miteinander verwandt.

00:43:54: Gibt es sowas?

00:43:55: Das gibt's

00:43:56: glaub ich wirklich nur hab' ich nicht erlebt.

00:43:58: Es gibt immer wirklich nur wenn das sehr sehr Prominente sind wo man sich denkt ja da will ich wissen ob der König sowieso ist oder dem sein uneheliges Kind dann mag's sein dass da Menschen daran Interesse haben sonst also für das Objekt eher nicht.

00:44:16: Also in Ägypten haben sie das glaube ich heute gemacht, dass die dann irgendwelche... also mittlerweile kann man das ja, dass man irgendwelchen Knochen anbohrt und immer noch DNA findet.

00:44:25: Ich glaube Sie klonen gerade Ramses

00:44:27: II.,

00:44:28: ich möchte ihn kennenlernen?

00:44:29: Nee, war ein Scherz!

00:44:31: Doch ich will ihn kennen lernen.

00:44:32: aber ich glaub' sie klonen ihm nicht.

00:44:34: Aber das kann man mittlerweile tun.

00:44:37: Dann könnten wir zweier mal hinreiben.

00:44:40: Das geht

00:44:40: natürlich über die restauratorische Arbeit hinaus.

00:44:43: Also diese Fragestellungen, wer war das?

00:44:46: Wie kann man das dynastisch einordnen und so.

00:44:48: Da bin ich raus!

00:44:50: Okay, gut.

00:44:51: Aber es ist nicht so, dass du dann sagst hier muss man ein bisschen Blut oder hier hängt noch einen Zähennagel?

00:44:56: Da könnte mal jemand gucken... So was

00:44:58: findet man natürlich schon einmal.

00:45:00: also Überreste findet man schon immer.

00:45:03: So wie du vorher auch mit den Mumigen gesagt hast das ist immer natürlich eine Frage.

00:45:07: Man geht immer noch mit menschlichen Überresten um und das ist schon eine ethische Frage auch und der würde wie wir jetzt quasi Menschen auch wenn sie Ja, überhaupt.

00:45:19: Will mal die ausstellen.

00:45:20: wie geht man damit um?

00:45:21: Also auch ist so ein Grenzbild.

00:45:23: Wenn man zum Beispiel mit Leichen findet und da in der Gruft dann hat man es mit Exkrementen, mit Blut, mit sowas zu tun, meinst du das?

00:45:33: Nein!

00:45:33: Auch wenn man jetzt zum Beispiel eine Mumie in einem Museum ausstellt ist ja nicht so ganz unproblematisch.

00:45:41: Früher hat man das total entspannt gemacht, man sieht es auch noch viel aber inzwischen versucht man da durchaus andere Wege zu gehen weil ich meine wie würde er das Menschenhör mit dem Tod nicht auf?

00:45:52: Also auch einer alten Mumie.

00:45:55: also man versuchte zwischen anderen Wegen zu finden und das ist natürlich so.

00:45:59: wenn wir eben auch noch menschliche Reste finden Es ist natürlich schon immer eine Überlegung Was man damit macht.

00:46:10: Drennt man es vom Objekt, was macht man dann mit?

00:46:12: Führt man das wieder in der Bestattung zu... Genau!

00:46:17: Ich habe ich glaube in Wismar-Gitzen relativ modernes Museum, ich meine ein Stadtmuseum.

00:46:26: da werden die Hände von... Von ich meine auch so aus dem sechzehnten Jahrhundert von Dieben, die abgeschlagen wurden um von Mord Opfern, nee von Mordopfern wurden werden ausgestellt aber tatsächlich in einem geschlossenen Raum wo du ein Türchen aufmachen musst und das dann sehen kannst.

00:46:53: Also das war praktisch der Beleg dass der Mensch tot ist.

00:46:58: Da ist die skalettierte Hand eines Mannes und einer Frau Ganz offen gezeigt, aber es ist halt immer die frage der kann sowas ab sich das anzugucken und zu welchem steck dient.

00:47:14: also hat das ist das sensationslöstern oder zeigt es einfach auch

00:47:19: die.

00:47:21: Die die Zeit in der menschen da gelebt haben und wie sie haben oder

00:47:26: was?

00:47:26: ich denke das muss man sich immer fragen.

00:47:27: wir jetzt in dem fall den du beschreibst hat ja durchaus jetzt eine begründung warum er das zeigt Aber es einfach nur aus Sensationslos zu machen, denke ich.

00:47:37: Das sollte man sich inzwischen sparen.

00:47:39: Also wenn man's gut begründen kann und wenn's dem Betrachter was bringt ist finde ich sinnvoll aber sonst ist zurückhaltend und da find' ich gar nicht der schlechteste Weg.

00:47:51: Wenn du jetzt so ein besonderes Stück bekommst... ...also ist das Alltag?

00:47:57: oder ist das dann schon auch mit einem Level an Aufregung verbunden?

00:48:03: Klar, mein Wind ist natürlich ganz was Besonderes.

00:48:06: Es ist schon schön.

00:48:09: Andererseits glaube ich es so ein Teil unseres Berufs das Qualität oder ja oft ist es ja... Das ist ganz schwer finde ich.

00:48:22: also für mich hat eigentlich ein Objekt immer einen hohen Stellenwert und ich versuche das nicht einzuordnen ob das jetzt Wichtiger ist als das andere, also Objekt ist erst mal Objekt für mich.

00:48:36: Weil ich finde da wird es echt total schwierig weil ich meine wo beginnt mein Kriterium dann?

00:48:45: Also ich hab's eigentlich weniger klar wenn man viel öffentliches Interesse besteht oder das qualitativ sehr hochwertig ist.

00:48:54: Ist natürlich spannend aber andererseits erteilen oft die Alltagsgegenstände Auch sehr spannende Geschichten oder vielleicht sogar die Spannenderen.

00:49:02: Also mehr zu entdecken.

00:49:05: Erzähl mal von einem Alltagsgegenstand, der dir eine Geschichte erzählt hat?

00:49:09: Das ist zum einen dieses viel genutzte Brautkleid das ich am Anfang erwähnt habe.

00:49:15: Dass mich sehr beschäftigt hat mit diesen ganz vielen Reparaturen.

00:49:20: Oder es sind oft auch so ... Die Kleinigkeiten dass man an Kinderkleidung sieht, wie das Kind größer geworden ist.

00:49:30: Wie dann wieder dran gestrickt worden ist oder wie das für ein Geschwisterchen umgebaut worden ist.

00:49:35: Das rührt mich oft auch sehr an.

00:49:39: Oder was ich auch ganz spannend finde, wie kostbar Stoff wirklich war wenn man sieht dass in einem Bekleidungsstück der Stoff an einer Stelle wo man es nicht gesehen hat zehnfach gestückelt ist.

00:49:55: Bloß weil man ihn nicht wegwerfen konnte, hat man wirklich Patchwork gemacht und den aus zehn kleinen Stückchen so ein größeres Teil zusammengenäht und das dann wieder weiterverwendet.

00:50:06: Weil einfach das was mir macht man doch so großzügig jetzt machen, wenn man etwas zuschneidet, haben wir natürlich auch viel über.

00:50:16: das kennst du ja Genau.

00:50:21: Die große Stücke bewahrten wir vielleicht noch auf, aber die kleinen schmeißen wir einfach weg.

00:50:25: Das war früher teilweise nicht möglich weil das so wertvoll war und ich habe es bis zum kleinsten Stück genutzt.

00:50:32: und wenn dann dafür ein kleiner Reliquinbeutel genäht worden ist, dass mein Mann mir so kleine Reliquintbeuteln für einen Zahn oder einen Knochen Splitter hat... Und man kann dann noch nachvollziehen, weil die Stoffe natürlich sehr selten waren.

00:50:46: Also wenn es so frühe Seiten sind, die zu uns gekommen sind, kann man auch nachvollsehen aus welchem Stück Stoff das mal rausgeschnitten worden ist.

00:50:54: Weil auch die zwei Zentimeter konnte keiner wegschmeißen.

00:51:01: Man kennt ja... doch klar kennst du das.

00:51:05: Ich kenne diese kleinen Schränkchen, diese Relinien-Schränken.

00:51:10: Manchmal findet man die in Museen und da hat man dann meistens ist es so ein gebrochenes Weiß weil wahrscheinlich alles dann irgendwie aus Leinen oder die Zeit des Ausgeblichen hat.

00:51:23: Und da sind dann irgendwelche kleine Gehörknärmchen vom heiligen Augustinos... ich weiß nicht ob's den überhaupt gibt!

00:51:29: Ist mir auch egal.

00:51:30: also Ich bin evangelisch, ich muss versuchen.

00:51:36: Also so was wurde das dann benutzt?

00:51:40: Genau!

00:51:41: Teilweise findet man wirklich ganz wertvolle, in der Zeit wertvollen Stoffe und die hat man dann noch für das benutzt und hat da so ein heiliges Knöchelchen eingewickelt

00:51:52: oder das Hörgerät

00:51:54: oder sowas.

00:51:57: Gibt es auch Überraschungsfunde?

00:52:00: Ja, die gibt es natürlich auch immer mal wieder.

00:52:02: Dass man vielleicht in der Skulptur oder so was findet.

00:52:05: Das sind manchmal ja auch Zettel oder so.

00:52:09: Oder eben auch dass man noch eine kleine Reliquée in einer Figur findet das die hinten irgendwie mit zum Fensterchen noch eingelassen worden ist da kann was Textiles dabei sein oder dass man irgendwo in der Tasche noch etwas findet.

00:52:24: Was kann man in Taschen finden?

00:52:26: Ja, dass irgendwo noch halt was drin... Nein!

00:52:28: Keine Reliquen.

00:52:29: Keine Hörgeräte vom Augustinus.

00:52:31: Den

00:52:32: Einkaufssättel von Aldi.

00:52:34: Andere hinweise irgendwie.

00:52:36: Noch das irgendjemand wo etwas versteckt hat oder so.

00:52:38: So was gibt es schon mal.

00:52:40: Als Verstecken die Leute?

00:52:45: Ich habe einen Ring gefunden der in den Stoff eingewickelt war und mich mir auch gedacht hat.

00:52:50: Den hat jemand übersehen und vergessen.

00:52:55: Okay, und Briefe oder solche Sachen?

00:52:58: Oder zerfallen die?

00:53:00: Briefen... also bestimmt kann man was finden.

00:53:03: Ich hatte es jetzt irgendwie noch nicht.

00:53:09: Was ich mich manchmal gefragt habe wenn ich gehe ja sehr gerne im Museum.

00:53:15: Also ich liebe das.

00:53:16: eigentlich ist ja ein Teil in meiner Studium gewesen Geschichte.

00:53:20: Ich hab mich immer wieder gefragt warum sind Kleidungsstücke oder auch Schuhe so klein, wenn die im Museum

00:53:27: ausgestellt werden?

00:53:29: Die Menschen waren einfach kleiner.

00:53:30: Man kann es glaube ich nicht generell sagen weil man hat dann auch immer mal wieder Funde wo so ein mit der neunzig Mann dabei ist.

00:53:37: aber diese sind die totale Ausnahme.

00:53:38: also die Menschen waren wesentlich kleiner und schlanker.

00:53:41: Also auch die Schuhe das stimmt schon wesenlich kleiner.

00:53:47: Kinderkleidung Ist vielleicht sowieso ein Thema.

00:53:51: Was ist mit Kinderkleidung aus neuerer Vergangenheit?

00:53:54: Also ich denke ja manchmal, also wenn ich Geschichte denke dann denke ich klar, denke ich daran das ist den zweiten aber dann denke Ich halt auch so an unser Mittelalter und so was.

00:54:06: Aber es gibt Ja auch Funde Aus Aus diesem oder aus letztem Jahrhundert, was tatsächlich neuer ist.

00:54:14: Hast du da mal was gehabt?

00:54:15: Ich

00:54:15: hab tatsächlich mal Kinderkleidung aus Auschwitz bearbeitet und das war ganz schrecklich für mich weil einfach klar ist, dass diese Kinder durfte erwachsen werden.

00:54:25: also die sind bestimmt alle ermordet worden und es war so ein Fund wo ich gemerkt habe, das war ein ganzer Berg an Kinderkleiden den wir konserviert haben um eben auch in dieser.

00:54:42: Also, wir haben auch die Situationen wie die gelagert worden sind.

00:54:47: Die sind einfach auf dem Haufen geworfen worden.

00:54:49: Wir haben das so gelassen weil es so erschütternd war.

00:54:54: Das zu sehen und das war ganz schlimm.

00:54:58: Warte mal ihr habt diesen ganzen Haufen bekommen?

00:55:02: Wir

00:55:02: haben Fotos gekriegt!

00:55:03: Wir haben uns dann um die einzelnen Sachen gekümmert also die einfach auszuerhalten.

00:55:09: Dann haben wir sie aber wieder versucht, so zu zeigen.

00:55:13: Wenn es möglich war die Kindern zuzuordnen, man hat teilweise auch noch Fotos gehabt wo man Kinder gesehen hat dann sind die mit der Geschichte der Familie und des Kindes zusammengeführt worden um eben auf dem Objekt ein Gesicht zu geben und auch den Kindern eine Geschichte zu geben damit.

00:55:35: Es war ein Projekt an der Uni, an der FH Köln und das war sehr schwierig.

00:55:42: Andererseits ist es auch der Auftrag den wir haben.

00:55:47: also ich meine wir erhalten Objekte nicht des Objektswillens sondern weil wir ja auch diesen wirklich suchen was die uns erzählen Was sie an Geschichte dokumentieren.

00:55:59: Ja Also ist es nicht nur das Arbeiten mit mit dem PC, mit dem Mikroskop und der Lupe.

00:56:09: Sondern es ist auch ein Arbeiten mit Gefühlen und sich selbst.

00:56:13: Ja, weil man natürlich auch mit der Geschichte, die hinter dem Objekt steht konfrontiert ist.

00:56:21: Kinder sind ja sowieso ein Thema für dich oder das Rand führen von Kindern an geschichtliche oder museale Themen?

00:56:34: Ich habe ein Buch geschrieben, das heißt Kunstfresser und da geht es um die wirklich wichtige Frage im Leben was Kunst eigentlich ist.

00:56:43: Und ich finde es immer sehr spannend dass wir als Erwachsene ja immer mit Begriffen um uns werfen und davon ausgehen, dass man weiß was es ist und Kunst ist ja einer davon nicht mehr.

00:56:52: Die Frage ist Was ist Kunst?

00:56:54: Ich glaube, ich bin da wirklich mal mit den eigenen Kindern drüber gestäubert und auch überhaupt.

00:56:58: Also ja, ich glaube es ist so eine Erfahrung.

00:57:00: Ich bin mit meinen Kindern immer schon viel ins Museum gegangen und auch in moderne Sammlungen, moderne Kunst angeschaut.

00:57:07: Und da ist immer wieder die Diskussion, dass meine Tochter noch ganz klein war, gab's Kategorien.

00:57:14: Die eine war immer auch, das ist ja schön!

00:57:17: Die andere was soll das sein?

00:57:18: Völliges

00:57:19: Unfassungslosigkeit?!

00:57:21: Und die Dritte war immer... Das kann ich auch.

00:57:24: Hahahaha!

00:57:26: Und so ist diese Frage, was das Kunst finde ich eine sehr spannende.

00:57:30: Weil die halt auch nicht zu leicht zu bearbeiten ist und ich habe die Geschichte irgendwie mal aufgenommen und haben mir gedacht wie erteile ich sie?

00:57:38: Ich hab sie aus Motten-Sicht erzählt weil es ja eigentlich für alle Textilschaffenden und auch Textiller restauratoren der entfeind also die Motte ist einfach förderlich wenn ich schon eine Fliegendes sehe und ich dachte mich erzähle aus Mottssicht weil wir verstehen Kunst besser der sie nur anschaut wie wir oder der sie auffrisst.

00:57:58: Der sie sich einverleibt.

00:58:00: Also zeig

00:58:01: mal, hast du das Buch da?

00:58:02: Ich

00:58:02: hab's da!

00:58:05: Das

00:58:06: sieht schon so schön aus.

00:58:07: Genau,

00:58:08: und da wird ganz viel erzählen wie Museen funktionieren, wie die aufgebaut sind was man macht dass man im Museum Dinge wiederfindet weil ich meine es sind tausende von Objekte und man braucht wirklich ein gutes System sie wieder zu finden und man muss sich auch sehr diszipliniert an dieses System halten sonst findet man gar nichts mehr.

00:58:27: Also es ist wirklich wichtig aufzuschreiben, wir machen zum Beispiel immer so Meldungen wenn wir einen Standort verändern.

00:58:34: Wenn wir einen Gegenstand also ein Objekt aus dem Depot in die Werkstatt holen oder in die Ausstellung muss das immer gemeldet werden weil ich dachte immer das ist was total dämlich.

00:58:45: man kann sich ja erinnern aber es gehen sonst wirklich Dinge verloren.

00:58:49: Und es ist wichtig zu wissen, in welcher Schublade hinten vorne links rechts unten oben dieser Gegenstand liegt.

00:58:57: Es kriegt jedes Objekt eine Nummer.

00:58:59: Das sieht man auch auf dem Museum wenn man mal auf Dinge schaut das mittendrin irgendjemand mit Fetter über schwarzer Tinte eine Nummer drauf geschrieben hat.

00:59:08: Das ist die Inventarnummer.

00:59:09: Das kann man auch etwas detenter machen aber es ist ganz wichtig dass die Nummer direkt an dem Objekt ist also

00:59:17: Also nicht irgendwo dran geklebt oder so bei Kleber kann.

00:59:19: Ja

00:59:20: darum ist es ganz oft drauf geschrieben leider auch oft auf Textil mal draufgeschrieben, oder man hat wirklich kleine Stoffstückchen die mir drauf näht.

00:59:31: also das ist ganz wichtig dass das fest mit dem Objekt verbunden ist und da gab's immer wieder unterschiedliche Methoden zu machen.

00:59:40: was sieht auch teilweise an den Inventarnummern natürlich Zum einen an der Nummer, wie lange das Stück schon im Museum ist und zum anderen auch an der Befestigungsmethode.

00:59:50: Da gab es irgendwie ein bisschen robustere Methoden als andere.

00:59:55: Genau!

00:59:55: Und sowas erzähle ich alles in meinem Buch, wie dies funktioniert und was Restauratoren so machen dass die eben nicht reparieren und Dinge wieder schön und glänzend und topfit machen sondern dass die Sachen dann auch manchmal nicht viel besser ausschauen als vorher

01:00:13: Und

01:00:14: man wundert.

01:00:17: Aber es ist jetzt nicht so, dass du, weil sich nicht eine Tracht wieder auf Stand bringst und die da mal anziehen oder

01:00:24: sowas.

01:00:25: Nein also wir ziehen gar nichts an.

01:00:28: Es wird uns nicht passen, nein und wir ziehen nichts mehr an.

01:00:33: Auf Stand bringen ist ja immer die Frage, auf welchen Stand?

01:00:37: Das ist natürlich in der Restaurierung immer eine sehr wichtige Frage.

01:00:40: Eine Zeit lang hat man immer gesagt, wie zur Entstehungszeit zurück zum Ursprung.

01:00:45: Man hat dann also wirklich auch runtergeputzt teilweise bis zur ersten Fassung oder so, dass man wirklich Fassungsabnahmen gemacht hat.

01:00:55: Man muss ja sagen, Dinge die lange genutzt worden sind haben einfach Alterungsspuren und diese Spuren erzählen halt auch eine Geschichte.

01:01:02: Die sind weitergenutzt geworden, die sind mehr oder weniger qualitativ hochwertig verändert worden.

01:01:08: Also wenn man eine Figur hat, eine Holzfigur, ich mein irgendwann kam einer mit der Plackerfarbe und hat noch mal blau drüber gemalt oder so.

01:01:16: Das ist natürlich schon immer die Frage welchen Zustand.

01:01:19: es beurteilt mir dass das der Erhaltungswürdige isst.

01:01:25: Welche von den vielen Schichten die man da jetzt findet ist die, die man zeigen will?

01:01:30: Will mal die Plackerfarbe vom Schullehrer runter kratzen?

01:01:34: also klingt jetzt blöd, also wenn eine Fassungsabnahme ist sehr behutsam.

01:01:39: Aber will man die beseitigen?

01:01:41: Gebt man dann auf die neunzehnte Jahrhundertfassung?

01:01:44: Will man auf die mittelalterliche Originalfassung?

01:01:46: welche ist erhaltungswürdig?

01:01:48: Ist ganz, ganz schwierig!

01:01:51: Ist das ja auch eine persönliche Entscheidung oder letztendlich eine ethische Entscheidung, geschmackliche vielleicht sogar eine politische Entscheidung

01:01:58: und es ist auch eine Wertung... Eine neunzehnte Jahrhundertfassung kann auch eine sehr, sehr hochwertige Fassung sein.

01:02:06: Aber vielleicht eine andere Farbe zeigen als jetzt die Ursprungfassung war und beim Textil ist es auch so.

01:02:12: Ich meine auch die Flickstellen hat oft an einem Teppich oder so ganz viele Bearbeitungsspuren.

01:02:19: Und die letzte ist halt von der Oma, die nicht mehr so gut gesehen hat und das Loch irgendwie so ganz behelfsmäßig geflickt hat.

01:02:27: Nimmt man die raus?

01:02:29: Lässt mal die drin!

01:02:30: Es ist Geschichte des Stücks, kann man das akzeptieren oder nicht?

01:02:35: Ich meine wenn man von dem Urkundenwert eines Objekts spricht es natürlich die Frage wie viele Spuren mal beseitigen will.

01:02:44: Da sind wir wieder da schließt sich gerade wieder den Kreis, merkst du hier Spuren beseitelten?

01:02:50: Ja genau, also übernimmt.

01:02:53: mir ist es eigentlich gar nicht erstaunlich dass ich Krimis schreib oder

01:02:56: Nee, überhaupt nicht.

01:02:58: Also ich bin sehr fasziniert von dem was du erzählt hast.

01:03:04: Eine letzte Frage inwieweit betrachtest Du Dich auch als Zeuge?

01:03:11: Also Du konservierst Dinge in einem bestimmten Zustand.

01:03:17: Bezeugst Du dann auch das Leben der Menschen die das genutzt haben?

01:03:22: Ich glaube So habe ich es nie gesehen, aber es stimmt natürlich zu einem gewissen Punkt schon.

01:03:28: Weil das wird einfach für mich sichtbar.

01:03:30: also ich nehme es einfach zur Kenntnis und nehme es wahr Und es ist natürlich schon ein Teil dass ich's bezeuge.

01:03:36: Also es ist quasi unvermeidlich weil ich sehe ja das Leben der anderen in dem Stück schon.

01:03:45: Ja

01:03:47: Das ist was ganz Tolles und du erzählst das wahnsinnig schön.

01:03:51: Ich könnte mich da schon lange mit dir unterhalten, das mache ich bestimmt auch noch.

01:03:54: Ja, mach' dich doch

01:03:55: immer!

01:03:56: Ja, dass wir uns mal persönlich treffen...

01:04:00: Ja, das wäre sehr schön!

01:04:01: Ich gehe ja davon aus, dass für uns auf der einen oder an so einem Buchen es sich auffällt.

01:04:09: Liebe Christine, oder wirst du auch manchmal Leonie genannt?

01:04:11: Mein

01:04:12: Mann probiert es manchmal und schaut ob ich darauf reagiere.

01:04:15: Und wenn ich bei Lesungen bin oder so ganz viele mit diesem Pseudonym realisieren natürlich nicht dass sich eigentlich nicht Leoniekrammer heißt.

01:04:22: also Ich werde tatsächlich öfter Leonie nennen und ich reagier auch schon drauf.

01:04:28: Also ich habe mir auch schon beim Pseudonym, wenn ich mal ernsthafte Literatur schreibe zum Beispiel Krimi ist.

01:04:34: Da hab' ich mir auch ein Pseudo-Nyme ausgedacht das mir sehr gut gefällt.

01:04:37: Jetzt

01:04:38: bin ich aber sehr gespannt!

01:04:39: Nein, das verwarte ich nicht sonst... Das mache ich erst wenn mein erster Ernsthabter Roman rauskommt.

01:04:50: Oh, ernsthaft klingt schon so gefährlich.

01:04:52: Ja, richtig ernsthaft.

01:04:56: Geschichtlich, politisch und tief.

01:05:00: Und es wird nicht genäht oder vielleicht ein bisschen?

01:05:02: Also ich glaube, ist so ganz ohne Nähme komme ich

01:05:05: auch...

01:05:07: Okay gut also gehört ja irgendwie.. Ist auch Kulturgeschichte, ist auch Menschheitskultur.

01:05:16: Das ist auch

01:05:18: so was, dass wir die textilen Techniken oft nicht sehr hoch einschätzen.

01:05:23: Aber das war der Beginn unserer Kulturtechnik.

01:05:28: Also ich glaube Textile-Techniken und Waffentechnik.

01:05:33: Woher haben Sie denn angefangen?

01:05:34: Ich

01:05:34: glaube mit den Textilien.

01:05:35: Na ja wobei man weiß es nicht!

01:05:37: Die Köpfe eingeschlagen haben sie sich immer schon gerne.

01:05:41: Naja, der eine hat dem anderen den Kopf eingeschlagen weil er an dessen schöneres Bärenfell kommen

01:05:47: wollte.

01:05:48: Aber also Textiltechnik ist wirklich...

01:05:51: Aus dem dann seine Frau wieder in die Unterwäsche?

01:05:53: Wahrscheinlich.

01:05:54: Ja aber das mit den Unterrussen kam erst relativ spät.

01:05:56: Die Geschichte der Unterwäsche ist auch ein sehr spannendes Thema.

01:06:00: Wer mal was für deinen Podcast?

01:06:04: Ich merke

01:06:05: extrem.

01:06:06: Das ist ein spannendes thema!

01:06:10: Wahnsinn.

01:06:12: Ich schreibe das genau sofort auf, damit mir das nicht durchgeht in meinem alltäglichen Nähewahnsinn!

01:06:19: Das ist wirklich was ein relativ mutteres.

01:06:24: Ja also jetzt hast du mich neugierig gemacht.

01:06:27: wir gucken mal.

01:06:29: Liebe Christine ich danke dir für deine Zeit und die Geschichten die du mitgebracht hast.

01:06:33: sie anruhend waren speziell und die ich so noch nie gehört habe.

01:06:39: Das war richtig toll, sehr interessant auf jeden Fall.

01:06:42: Es

01:06:44: war mich total, dass ich dabei sein durfte und du moderierst natürlich einfach wunderbar sein will.

01:06:50: Vielen Dank.

01:06:51: Danke, dass du das sagst!

01:06:52: Ich hoffe immer ich übe noch.

01:06:54: Ja danke, dass Du dabei warst.

01:06:56: Ich danke euch ihr Liebes fürs Zuhören, fürs Interessierte zuhören bis hierhin.

01:07:02: Das bestimmt auch für Euch mal wieder was ganz Neues.

01:07:05: Vielleicht seid Ihr auch beim nächsten Mal wieder mit dabei und wir sagen für heute Bis bald und Tschüss!

01:07:16: Na hat dir diese Episode Spaß gemacht und dich auf neue Ideen gebracht?

01:07:20: Dann freuen wir uns über dein Like und einen Kommentar von dir.

01:07:24: Und natürlich darfst du uns auch gerne ein Abo da lassen, dann bekommst du immer direkt eine Info wenn eine neue Podcastfolge online ist!

01:07:33: Wir freuen uns wenn du auch das nächste Mal wieder mit dabei bist.

01:07:36: bis dahin sagen wir vielen Dank fürs Zuhören Tschüss und bis nächste Woche.

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